Eines der reichsten Länder wurde krank gespart

Leserbrief vom 06. April 2020 - 18:00

Über die Corona-Schutzmaßnahmen der Bundesregierung

Frau Merkel hat Schröders Agenda 2010 konsequent fortgeführt und wurde dafür als "schwäbische Hausfrau" vom Mainstream gefeiert. Bahn, Post und der Öffentliche Dienst sind auch krank gespart worden, gemäß dem perversen Spruch "Operation gelungen - Patient tot". Fakt ist, dass es versäumt wurde im ausreichendem Maße für die Versorgung der Bevölkerung mit Desinfektionsmittel, Schutzkleidung und Gebrauchsmittel für Arztpraxen und Krankenhäuser zu bevorraten. Es wurden unnötigerweise sehr viele Notarzt-Standorte und Krankenhäuser aus wirtschaftlichen Gründen beseitigt und Intensivstationen aus Profitgier der Krankenkassen geschlossen. Die medizinische Versorgung gehört in die Hände der Ärzte und Krankenhäuser, nicht der Politiker. Jetzt müssen beide merken, dass das wohl ein Kardinalfehler war - geben es aber nicht zu.

Es fehlt, es fehlt, es fehlt am Nötigsten, wie man weiß. Im Vergleich zu 1991 haben wir jetzt sogar 25 Prozent weniger Krankenhausbetten als vor der Agenda 2010. Das Volk ist den Regierenden einfach zu teuer. Der Gewinn-gierigen Pharmaindustrie wurde die Auswanderung nach Fernost erlaubt und jetzt bestehen gefährliche Abhängigkeiten. Hätte es eine gehörige Vorsorge gegeben, so müssten jetzt nicht so viele der Arbeit fernbleiben und es wäre weniger staatliche Stütze nötig.

Es wird mit zweierlei Maß gemessen. In den Jahren 1957, 1968, 1995, 2004 und 2012 hatte durch die Influenza-Pandemie Massensterben stattgefunden - und kein Hahn krähte danach. Wieso heute die monströsen Maßnahmen und die Weltwirtschaft samt Millionen von Existenzen ruinieren? In den weitaus meisten Corona-Fällen handelt es sich um alte, multimorbide Menschen mit chronischen Vorerkrankungen. Die objektive Krankheitslage ist auch nicht erfahrbar, weil die Schnelltests sich in vielen Fällen als unzuverlässig erwiesen. Wir wissen nicht, wie viele wirklich Infizierte wir haben. Wir wissen nur, wie viele Menschen positiv auf Corona getestet wurden. Erst wenn sie ausgestanden ist und sowohl die wirtschaftlichen, als auch gesellschaftlichen Folgen abzusehen sind, werden wir wissen, ob die weltweit getroffenen Maßnahmen richtig waren oder die größte Massenhysterie in der Menschheitsgeschichte stattgefunden hat. Sicher ist, dass die Regierung sich am Schluss, Merkel voran mit dem Mainstream, eine gute Bilanz ausstellen wird. Immerhin bleiben ihr noch gut 18 Monate, um in Deutschland die Bürgerrechte weiter abzubauen. Was wollen die Obersparer und CO2-Weltretter den Wählern in 2021 anbieten? Wahrscheinlich Wahlwiederholungen bis die gewünschte Regierung gewählt sind. Da reichen dann auch 30 Prozent Wahlbeteiligung. Ein größtmögliches Maß an Solidarität mit den Menschen ist trotz allem unabdingbar. Wir sitzen alle in einem Boot. Die Regierung hat den Kurs festgelegt und da heißt es auf Gedeih und Verderb, Wohl oder Wehe Intensiv-Rudern bis "Land in Sicht".

Josef Eder, Weil im Schönbuch