Corona-Krise darf nicht zur Finanzkrise werden

Leserbrief vom 02. April 2020 - 17:24

Zu den wirtschaftlichen Folgen des Kontaktverbots aufgrund der Corona-Pandemie

Dass die Corona-Viren jetzt auch bei uns sind, dafür kann niemand etwas. Dass die Bundesregierung aber verordnet hat, viele Betriebe zu schließen, das ist hausgemacht. Natürlich müssen wir alles, was sinnvoll ist, tun, um die Ausbreitung der Viren zu bremsen, damit möglichst wenig Menschen infiziert werden und die Versorgung der Kranken noch sichergestellt ist. Aber unsere kleinen und größeren Betriebe und die gesamte Wirtschaft sowie die Gastronomie - dies alles muss weiterlaufen, sonst kommt es zu einem Kollaps.

Es ist unabsehbar, welche Folgen das schon in vier Wochen hat. Wegen fehlender Teile durch Zulieferer können viele Betriebe nicht mehr arbeiten. Bald fehlen auch Ersatzteile für dringende Reparaturen an Maschinen und Geräten. Selbst in der Landwirtschaft, der Nahrungsmittel-erzeugenden Branche, hat das in kurzer Zeit katastrophale Folgen. Keiner weiß, wie lange es mit Corona weitergeht, vielleicht müssen wir damit aber in den nächsten Monaten leben.

Das Robert-Koch-Institut ist sozusagen die "Fachbehörde" für die Entscheidungen der Bundesregierung, trotz alldem muss die Bundesregierung selbst in vielerlei Hinsicht abwägen, was zu tun und zu lassen ist. Das hat sie meiner Meinung nach nicht getan. Im Moment spielt das Schuldenmachen gar keine Rolle mehr. Das darf so nicht sein, weil sonst in kurzer Zeit auch das Finanzsystem sowie das Renten- und Gesundheitswesen zusammenbricht. Lastenausgleich bzw. Vermögensabgabe darf nicht in die Diskussion kommen. Auch unsere Feinde und Terrorgruppen haben dann ein leichtes Spiel mit uns.

Ich hoffe und wünsche, dass die Bundesregierung baldmöglichst, noch im Monat April, bereit ist, die Verbote in Wirtschaft und Dienstleistung aufzuheben, auch der Schulbetrieb und der Gottesdienst muss wieder stattfinden können, um ein nie wieder gutzumachendes Chaos von unserem Land abzuwenden.

Lassen wir uns von unserem lebendigen Gott erinnern wie es der Prophet in Esra 8, 22b+23 sagt: "Die Hand unseres Gottes ist zum Besten über alle, die ihn suchen, und seine Stärke und Zorn über alle, die ihn verlassen. Also fasteten wir und baten solches von unserem Gott, und er hörte uns."

Johannes Berner, Altdorf