Attraktionen neuen Raum geben

Leserbrief vom 11. Oktober 2019 - 14:36

Zum Artikel "Wo die Reise hingehen kann" vom 4. Oktober

Die Hotel- und Tourismusbranche in Böblingen und Sindelfingen macht sich Sorgen um Böblingen. Es fehle ein "Alleinstellungsmerkmal mit Magnetwirkung" war zu lesen. Das ist verwunderlich, hat doch ein teures Gutachten der Stadt gerade erst drei von ihren Institutionen ein Alleinstellungsmerkmal und gute Arbeit bescheinigt: dem Deutschen Fleischermuseum, dem Deutschen Bauernkriegsmuseum und der Städtischen Galerie. Wie wäre es denn, wenn sich die Hotel- und Tourismusbranche dafür einsetzen würde, dass die beengten Zustände in der Zehntscheuer ein Ende finden? Bei der Stadt und beim Landkreis, denn Böblingen ist schließlich die Kreishauptstadt mit dem entsprechenden Umfeld.

In einem architektonisch anspruchsvollen Bau, der selbst zur vielbesuchten Attraktion werden kann - wie beispielsweise das Museum Ritter in Waldenbuch - könnten die Schätze der Böblinger Galerie endlich richtig zur Geltung kommen. Und das Deutsche Bauernkriegsmuseum in der Zehntscheuer hätte Planungssicherheit für die Vorbereitung auf das sicher überregional beachtete Jubiläumsjahr 2025; seit der Schlacht bei Böblingen sind dann 500 Jahre vergangen.

Sigrid Schild, Böblingen