Die gute alte Bundesbahn

Leserbrief vom 14. August 2019 - 11:12

Zum Artikel "Fahrgäste müssen vollen Zug räumen" vom 2. August

Die gute, alte deutsche Bundesbahn ist Vergangenheit. Die neue Bahn ist moderner und schneller geworden. Überwiegend werden im Fernverkehr ICE-Züge eingesetzt, leider ein Fehler, den viele Reisende regelmäßig zu spüren bekommen. Täglich fällt irgendwo in Deutschland ein ICE aus, wegen "technischer Störung am Zug", oder es fehlt die zweite Einheit, weil es zu wenig Reservezüge gibt.

War bei der alten Bundesbahn die Lokomotive des Fernverkehrszuges defekt, stand in kurzer Zeit eine Ersatzlok zur Verfügung, mit etwas Verspätung konnte der Zug dann weiterfahren. Heute bei der modernen Bahn gibt es keine Ersatzloks, die Lokomotiven, die in den Bahnhöfen teilweise herum stehen, gehören DB Regio und können nicht eingesetzt werden. War ein Wagen defekt, dann wurde dieser ausgesetzt, die betroffenen circa 60 Fahrgäste konnten problemlos auf die anderen Wagen verteilt werden, nach kurzer Zeit mit etwas Verspätung fuhr der Zug weiter.

Wenn heute der ICE defekt ist, müssen alle Fahrgäste aussteigen, dann müssen je nach ICE-Garnitur 400 bis 800 Fahrgäste auf andere Züge verteilt werden. Fehlt dann auch noch die zweite Garnitur, muss die Polizei einschreiten und läßt den überfüllten Zug räumen. Bei der alten Bundesbahn wurden bei vollen Zügen ganz einfach zusätzliche Wagen angehängt, das ist leider heute beim ICE nicht möglich.

Des Weiteren wird der lokbespannte Intercity weiter abgewirtschaftet, Ersatz gibt es zwar durch die neuen IC2-Doppelstockzüge, das ist leider kein Fernverkehr, das sind normale etwas modernisierte Regio-Doppelstockwagen mit Teppichböden und weißem Lack. Wir haben zwar eine moderne Bahn, leider ist diese aber sehr störanfällig.

Wolfgang Roth, Grafenau