Zusammenarbeit mit Linken nicht angekündigt

Leserbrief vom 03. Juli 2019 - 18:12

Zum Leserbrief "Wählerwillen verfälscht" von Ruth Ringwald vom 3. Juli

"Wählerwillen verfälscht", so meldet sich Frau Ruth Ringwald in Böblingen in der Kreiszeitung vom 3. Juli 2019 zu Wort, um über die Bürger für Böblingen (BfB) wegen deren Zählgemeinschaft mit der AfD herzufallen. Liebe Frau Ringwald: "Hochmut kommt vor dem Fall" lautet die heutige Übersetzung der Bibelstelle Sprüche 16,18 und "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet" sagte der Evangelist Matthäus in 7, 1. Ihr Ehemann hatte auf der Liste der SPD für die Wahl zum Gemeinderat kandidiert (ohne allerdings gewählt worden zu sein). In der Kreiszeitung vom 2. Juli war zu lesen, dass die SPD und Die Linke eine gemeinsame Fraktion im neuen Gemeinderat bilden werden. Vorher angekündigt war dies allerdings nicht! Da kann man nur sagen: "Die SPD wurde nicht mit der Absicht gewählt, mit der Partei Die Linke zusammenzuarbeiten", um Ihre Worte Ihres Leserbriefs gegen die BfB zu gebrauchen. Die SPD in gemeinsamer Fraktion mit der im Westen der Bundesrepublik nach wie vor anrüchigen Partei Die Linke, der Nachfolgerin der SED! Wo liegt denn da der Unterschied zu dem der BfB von Ihnen vorgeworfenen Verhalten? Eine Zählgemeinschaft ist außerdem eine Zusammenarbeit auf kurze Zeit - eine Fraktionsgemeinschaft aber ist Zusammenarbeit auf Dauer. Wollten das die SPD-Wähler? Treffend hatte der Evangelist Matthäus formuliert: "Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge siehst du nicht?" (Matth. 7,3) und weiter (Matth. 7, 5): "Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen".

Fritz Ott, Böblingen