Musikschule mit Parkplatzproblemen

Leserbrief vom 16. Mai 2019 - 13:42

Zur geplanten Bebauung des Schlossbergs mit einer neuen Musik- und Kunstschule

Es hat sicher etwas Reizvolles, mit moderner Architektur auf dem Schlossberg einen neuen Blickpunkt für Böblingen zu schaffen. Ob dies allerdings für die Musik- und Kunstschule der geeignete Ort ist, darf doch stark bezweifelt werden.

Wenn man sich die derzeitige Parksituation mit Zu- und Abfahrt an der Musikschule anschaut, führt das zu einem mittleren Chaos auf und um den Schlossberg. Die wenigen Parkplätze direkt an der heutigen Musikschule sind so gut wie immer belegt. Der angrenzende Parkplatz, der für zirka 40 bis 50 Fahrzeuge Platz bietet, ist nachmittags ebenfalls so gut wie immer voll frequentiert. Wenn dann der quasi stündliche Wechsel beim Unterricht der Musikschüler an den Nachmittagen erfolgt, herrscht dort oft ein Ausnahmezustand bei der An- und Abfahrt der Eltern mit dem Auto. Man kann dort am Parkplatz von der Tübinger Straße kommend manchmal kaum noch ein- und ausfahren und die Autos rangieren hin und her, um einen Parkplatz zu finden.

Nun kann man wie so oft die Tatsache beklagen, dass die Schüler bis vor die Türe gefahren werden. Realistisch betrachtet wird dies aber immer in einem großen Maße der Fall sein. Sei es, weil die Kinder bei der musikalischen Früherziehung noch zu klein sind, um mit dem ÖPNV zu fahren oder weil sich doch größere und schwere Instrumente transportieren oder einfach weil die Eltern eben die Aufsicht über die Kinder haben wollen, damit diese wohlbehalten im Unterricht ankommen. Das wird sich bei allen Appellen und Ratschlägen ganz einfach nicht ändern.

Wenn man dieses Verhalten nun auf den Schlossberg projiziert, ist es einfach nicht vorstellbar, wie dies dort funktionieren soll. Diese Argumente gelten im übrigen auch für den eventuellen Standort Postareal am Bahnhof, es sei denn man schafft durch eine entsprechende Tiefgarage genügend Parkraum.

Manfred Michalik, Böblingen