Problem mit Fußgängern und Zweispurigkeit

Leserbrief vom 11. März 2019 - 13:18

Zum Artikel "Entzerrt ein Doppelkreisel den Elbenplatz" vom 8. März

Die Idee mit einem Doppelkreisverkehr hat was, aber ein ganz großes Problem werden die Fußgänger sein, die in der Mitte die Straßenseite wechseln sollen.

Wie schlecht so etwas funktioniert, sieht man bereits heute am Elbenplatz wenn man am Unteren See über die Abbiegespur in die Poststraße möchte. Es gibt an dieser kleinen Stelle keine Ampel, die Fußgänger kommen in kleinen Grüppchen aus Richtung Poststraße über die Abbiegespur, mit dem Ergebnis, dass sich der Verkehr oftmals bis zur Tübinger Straße staut. Von daher, eine unkontrollierte Querung im Doppelkreisel bringt ein noch viel größeres Chaos. Ebenso eine Ampelregelung für die Fußgänger, weil während dieser Zeit der Verkehr in den Kreiseln komplett ruht.

Also vielleicht wieder die ohne wirklich triftigen Grund geschlossene Unterführung reaktivieren, aufhübschen und das Problem mit den Fußgängern wäre gelöst. Ein weiteres Problem könnte auch die zweispurige Auslegung werden. In Frankreich wären alle glücklich, aber in Deutschland? Na, ich weiß nicht. Der Deutsche hat ein Problem mit dem Kreisverkehr! Muss ich jetzt blinken? Bei der Einfahrt? Bei der Ausfahrt? Darf ich jetzt reinfahren? Und dann zwei Fahrspuren, wo muss ich denn da fahren? Innen, außen? Fragen über Fragen. Die Regelung dafür ist simpel, aber da es hier schon mit der Rettungsgasse und dem Reißverschlussverfahren nicht wirklich klappt, habe ich da doch erhebliche Zweifel.

Auch ein Problem könnte der sehr kleine Radius sein. Für Lastwagen und Busse wird es sicher schwer werden, da um die Ecken zu kommen. Die werden wohl beide Fahrspuren benötigen, mit den entsprechenden Auswirkungen.

Udo Frormann, Schönaich