Den Elbenplatz in Ruhe lassen

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    Der Verkehr und der Elbenplatz: ein Thema, das immer wieder für Diskussionen sorgt Foto: red

Leserbrief vom 11. März 2019 - 13:12

Zum Artikel "Entzerrt ein Doppelkreisel den Elbenplatz?" vom 8. März

Ich verstehe nicht, warum jetzt auch noch der Elbenplatz neu gemacht werden soll! Verglichen mit anderen Stellen in Böblingen ist der Elbenplatz eine der wenigen Stellen, an denen der Verkehr (noch vergleichsweise) gut läuft. Vielerorts sonst wurden ja zusätzlich sinnlose Ampeln (zum Beispiel an der Kreuzung Parkstraße und Steinbeisstraße) eingerichtet oder Fahrspuren gestrichen (zum Beispiel auf der Calwer Brücke). Die Verantwortlichen in Böblingen wollen offenbar nicht, dass man hier Auto fahren kann. Liebe Stadträte: Lasst bitte den Elbenplatz in Ruhe, hier läuft der Verkehr, wenn ihr den auch noch umbaut, wird es hier auch noch schlimmer. Der von Herrn Kopp vorgeschlagene Doppelkreisel kann keine 15 000 Fahrzeuge pro Tag abarbeiten und die Abschaffung der Linksabbieger aus der Stadtgrabenstraße ist sowieso Quatsch. Das ist eine Vielzahl von Autos, dieser Verkehr müsste sich dann einen anderen zweifellos längeren Weg suchen und dort zu noch mehr Staus führen. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen, dass Herr Kopp jetzt die Erkenntnis hat, dass der Knackpunkt am Elbenplatz die vielen Fußgänger sind, die den Elbenplatz kreuzen. Wer sich noch erinnert, weiß: Wir hatten mal einen kreuzungsfreie Querung des Elbenplatzes für Fußgänger, aber die Unterführung war ja nicht attraktiv genug. Statt sie aufzuhübschen, hat man sie einfach zugeschüttet.

Aber nicht einmal daraus hat man gelernt oder wie ist es zu verstehen, dass vor kurzem die Fußgängerbrücken über die Wolfgang-Brumme-Allee abgerissen wurden? Der Rückschluss von SPD-Stadtrat Wolfgang Hensel, dass, weil nur zwei Bürger einen Leserbrief gegen den Abriss geschrieben haben, auch nur zwei Bürger dagegen waren, ist schlichtweg falsch. Hören Sie sich doch bitte in der Stadt um. Ich habe außerhalb des Gemeinderates noch niemanden gehört, der den Abriss für richtig hält. Die meisten von uns haben anlässlich der chaotischen Verkehrsverhältnisse hier in unserer Stadt längst resigniert und außerdem anderes zu tun, als Leserbriefe zu schreiben. Etwa das Geld zu verdienen, das unter anderem hier in Böblingen so sinnlos ausgegeben wird. Aber bald sind ja Gemeinderatswahlen, die auch dazu dienen, dass die Bürger mit ihrer Stimme die Arbeit der einzelnen Stadträte in den vergangenen fünf Jahren bewerten können.

Roswitha Schmid, Böblingen

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