Die Hoffnung stirbt zuletzt

Leserbrief vom 11. März 2019 - 13:06

Zum Artikel "Entzerrt ein Doppelkreisel den Elbenplatz?" vom 8. März

Im Bericht über den Vorschlag von Architekt Wolfgang Kopp zur Lösung des Verkehrsproblems am Elbenplatz lese ich: "Böblinger Stadtverwaltung ist für Vorschläge nach wie vor offen". Wieder einmal wird von einem engagierten Böblinger ein konstruktiver Vorschlag gemacht, um eines der vielen Probleme unserer Stadt zu lösen. In dem Bericht wird aber auch darauf hingewiesen, dass sich beispielsweise in Sachen Innenstadtentwicklung und Schlossbergring trotz vielfältiger Diskussionen, Workshops, Gutachten und Planvorschlägen konkret noch nichts getan hat. Weil aber "die Hoffnung zuletzt stirbt" wünsche ich mir, dass dem Vorschlag von Wolfgang Kopp nicht nur ein Zeitungsbericht und die wohlwollende Kenntnisnahme durch die Stadtverwaltung beschieden ist.

Dazu meine Anregung für die Entscheidungsträger: Erteilung eines (termingebundenen) Prüfauftrages für die Bauverwaltung zur "Machbarkeit" sowohl unter verkehrstechnischen wie städteplanerischen Gesichtspunkten. Dabei sollte folgendes beachtet werden: Der Doppelkreisel bietet nicht nur Möglichkeiten zur Verkehrslenkung im Hinblick auf die aktuelle Diskussion einer neuen "urbanen Mobilität" - vielleicht könnte damit etwas ganz Neues für Böblingen initiiert und geschaffen werden - sondern sollte Anlass sein, den Elbenplatz nicht nur als "Verkehrsknotenpunkt" zu sehen, sondern als einen Platz mit einer besonderen Bedeutung. Er ist der "Platz am See", ein wichtiges Eingangstor zur Altstadt und eine zentrale Gelenkstelle zur Unterstadt. Damit ist er so etwas wie eine "Neue Mitte", aus der sich ein besonderer Gestaltungsauftrag ableiten lässt! Also lasst uns hoffen, dass die Stadtverwaltung und die Entscheidungsträger diesen Vorschlag als positiven Impuls aufnehmen, aktiv werden und weiterentwickeln, im Interesse unserer Stadt und ihrer Entwicklung.

Horst Wiedenhorn, Böblingen