Bedauerliche Praxis-Situation

Leserbrief vom 05. März 2019 - 15:06

Zu "Holpriger Start fürs neue Dagersheimer Ärztezentrum" vom 2. März

Als langjährige Patientin der Hausärztepraxis Dr. Hensinger/Kimminich war ich doch etwas unangenehm berührt, vom "holprigen Start fürs neue Dagersheimer Ärztezentrum" zu lesen. Ich hatte mich sehr gefreut, dass in Dagersheim und Darmsheim gelungen ist, was andernorts oft große Schwierigkeiten bereitet: Ein zukunftsfähiges Angebot an hausärztlicher Versorgung zu installieren. Besonders angenehm fand ich die Aussicht, dass die Praxis dann auch mit dem Aufzug erreicht werden kann.

Ich spreche aus eigener leidvoller Erfahrung. Die bisherigen Räume und Zugangsmöglichkeiten der Praxis sind doch sehr eingeschränkt. Angemessene Räume für eine Hausarztpraxis sollten heutzutage barrierefrei sein! Außerdem hoffe ich darauf, dass es in den neuen Räumen ein Wartezimmer geben wird, in dem man nicht im Winter vor der Fensterfront im Zug sitzt und friert und es im Sommer kaum aushalten kann, weil ein aktiver Sonnenschutz fehlt. Also habe ich dem Umzug nur positiv entgegen gesehen.

Und jetzt muss ich in der Zeitung lesen, dass es zwischen dem Hausbesitzer der bisherigen Immobilie auf der einen Seite und dem Geschäftsführer des neuen Ärztezentrums auf der anderen Seite unterschiedliche Interessenlagen gibt: Der Erste will für die notwendigen drei Monate Verlängerung des Mietverhältnisses einen ganzen Jahresvertrag abschließen und der andere will - wen wundert es - so viel nicht bezahlen. Die Streitsumme liegt offensichtlich um die 10 000 Euro. Will ich das als Patientin in der Zeitung lesen und ist das wirklich nicht anders zu lösen?

Ute Walker, Sindelfingen