Boshafte Unterstellungen führen zu nichts

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    Brückenfreie Aussicht auf die Wolfgang-Brumme-Allee. Foto: Bischof

Leserbrief vom 22. Februar 2019 - 16:54

Zum Abriss der Fußgängerbrücken über der Wolfgang-Brumme-Allee

Wie am 28. Januar und am 19. Februar in der Kreiszeitung zu lesen ist, regen sich zwei Bürger über den Abriss der Brücken in der Wolfgang Brumme-Allee auf. Zur Recht? Wenn man argumentiert, dass sich aufregen kann, wer, wie und wann man will, dann zu Recht. Beide wollen Mitspracherecht über Dinge, die in unserer Stadt so passieren.

Wo nur fängt das an und wo hört das auf? Diese Forderung stellt uns in einer parlamentarischen Demokratie vor Herkulesaufgaben. Solange wir eine parlamentarische Ordnung haben, sollten wir auch deren gangbaren Wege gehen. Mit boshaften Unterstellungen, ob man zu viel Geld habe, man würde Politikverdrossenheit fördern und sonstigen Vorwürfen kommen wir keiner Entscheidung näher. Hau-Ruck-Verfahren durch Gemeinderäte war noch so eine Anmerkung. Es darf großartige Unwissenheit von Lebensrealität angenommen werden, wenn man anderen Menschen, die sich im Ehrenamt, als Gemeinderat, Mühe geben, das Bestmögliche für ihre Stadt zu erreichen, Boshaftes unterstellt.

Es ist reichlich respektlos, den Begriff "Amigo" (jemand, der als Freund und Gönner eines Politikers auftritt und sich dadurch Vorteile erhofft) in diesem Zusammenhang in den Mund zu nehmen. Ich wünsche der Verfasserin nicht, dass andere in ihrem Leben herumwühlen und tatsächliche "Amigo-Verfahren" entdecken.

Aber nochmals zu den Brücken. Alle drei Brücken sind weg. Es gibt keine Wartungskosten. Es gibt kaum Fußgänger. Seit Sonntagnacht 23.30 Uhr rollt der Verkehr wieder. Die Brücken waren für die Zukunft überflüssig. Die Wolfgang-Brumme-Allee hat an Attraktivität gewonnen.

Wolfgang Hensel, SPD-Stadtrat in Böblingen