Ortschaftsrat hätte neue Ausschreibung fordern müssen

Leserbrief vom 18. Februar 2019 - 15:30

Zur Wahl der neuen Ortsvorsteherin Alessandra Hütter am 6. Februar in Dagersheim

Bei einer Kandidatin kann man nicht von einer Wahl sprechen! Es war zumindest einem der CDU-Ortschaftsräte an diesem Abend der Wahl, der Unmut über die Stellenbesetzung ins Gesicht geschrieben. Traurig, dass unsere gewählten Ortschaftsräte nicht den Mut hatten, eine erneute Stellenausschreibung für das Amt des Ortsvorstehers für Dagersheim zu fordern und sich mit einer Kandidatin zufrieden gegeben haben. In den letzten Jahren durften wir Bürger in Dagersheim, die Fluktuation der Ortsvorsteher nach der Amtszeit von Herrn Kopetschke miterleben.

Nun wird erneut die Stelle mit einer jüngeren Person besetzt, welche aufgrund mangelnder Berufsjahre - ihrem Alter geschuldet - nicht die von den Bürgern gewünschten Vorstellungen eines Ortsvorstehers mit sich bringen kann. Es drängt sich die Frage auf: "Ist das von Böblingen so gewollt?" Sind unsere Ortschaftsräte "Marionetten" der Stadtverwaltung Böblingen? Hatte sich keine andere Bewerberin oder Bewerber mit der entsprechenden Qualifikation und Berufs-/Lebenserfahrung beworben?

Unsere Ortschaftsräte hätten hier eine neue Stellenausschreibung einfordern müssen! Ihnen war das Anliegen der Bürger, einer "längerfristigen" Personallösung mit einer "gestandenen Persönlichkeit" bekannt.

Gunnar Richter, Dagersheim