Zu Recht auf die Palme gebracht

Leserbrief vom 13. Februar 2019 - 17:06

Zum Artikel "Streit um Gebäudehöhe" vom 9. Februar zur geplanten Wohnbebauung in Dagersheim-Ost am Schützenweg

Die Vorgeschichte zu den Flachdachhäusern und dem ehemaligen Flachdach-Kindergarten Schützenweg kommt in dem Artikel nicht vor. Im Jahr 1972 mussten die Anwohner Flachdächer bauen, ein Kniestock war nicht erlaubt. Argument der Stadtverwaltung: Sie könnten ja dann in ein Nachbargrundstück einsehen oder dem Nachbarn die Sonne wegnehmen. Was Ortschaftsrat Jürgen Kienle wohl - wie Sie schreiben - "auf die Palme" gebracht hat, kann ich sehr wohl nachvollziehen.

Herr Kienle hat eine öffentliche Sitzung in Dagersheim am 5. Februar souverän und kompetent geleitet. In dieser Sitzung wurde der Vorentwurf der Bebauung dargestellt. Wenn dann alle Ortschaftsräte von Dagersheim, bis auf eine Enthaltung, der angesprochenen Stockwerkreduzierung um je ein Stockwerk zustimmen und dies vom Technischen Ausschuss des Böblinger Gemeinderats nicht akzeptiert wird - dann kann ich hier kaum eine demokratische Entscheidung erkennen. Zumal das Gebiet Dagersheim-Kindergarten ursprünglich reines Gebiet von Dagersheim war und wenn dann die Ortschaftsräte samt stellvertretendem Ortsvorsteher Jürgen Kienle nichts zu sagen haben, und die Presse Herr Kienle indirekt gar als "Bruddler" hinstellt - ja, da kann man auch als Anwohner ins Bruddeln kommen. Warum wird, wie hier von der Presse, engagierten und fachkundigen Ortschaftsräten so ein Anstrich verpasst? Haben wir denn so viele Menschen, die diese ehrenamtliche Aufgabe übernehmen wollen? Dass ich Herr Kienle nicht persönlich kenne, will ich nur am Rande erwähnt haben.

Agnes und Hermann Weber, Dagersheim