Unsinniger Widerstand gegen die Hessebahn

Leserbrief vom 14. Januar 2019 - 18:12

Zu Äußerungen des FDP-Kreisvorsitzenden Scheerer, bei der Hessebahn würde getrickst

Das Böse sitzt im Nagoldtal, finstere Mächte im Landratsamt Calw haben sich dort gegen die Bewohner von Weil der Stadt und Renningen verschworen. Dort planen sie die Wiederbelebung der württembergischen Schwarzwaldbahn mit dem Zug von Calw nach Renningen. Dabei wird nach Auffassung von FDP-Kreischef Scheerer getrickst. Dies wird wiederholt nach außen posaunt und dem erstaunten Leser im Landkreis Böblingen verkündet. Der Trick besteht darin, dass der Landkreis Calw ein Gutachten machen musste, das in einem wissenschaftlich festgelegten Verfahren die Wirtschaftlichkeit beurteilt. Das hat er gemacht, und dieses Gutachten wurde vom Verkehrsministerium in Stuttgart überprüft und für gut befunden.

Der FDP-Kreischef, der von verkehrswissenschaftlichen Gutachten keine Ahnung hat, findet, dass dort getrickst wird. Ja, es sollen dort irgendwelche Geisterbuslinien einberechnet worden sein. Herr Scheerer hat sich allerdings nicht die Mühe gemacht, sich das Verfahren erklären zu lassen, das nun mal vorsieht, verschiedene Verkehrsszenarien gegenüberzustellen. Er hat sich auch nie die Mühe gemacht, sich mit den Verkehrsplanern in Calw in Verbindung zu setzen. So kann er viel besser weiter seine Verschwörungstheorien in die Welt setzen und seine Politik zulasten der Menschen im Nachbarlandkreis machen. Man könnte darüber lachen. Leider sind wir im Landkreis Böblingen auch die Leidtragenden dieser missgünstigen Politik. Der unsinnige Widerstand gegen die Hessebahn führt dazu, dass jeden Tag hunderte PKW unnötig in unseren Landkreis einfahren und dort die Luft verschlechtern und in der Region Stuttgart Dieselfahrverbote notwendig werden. Es wird Zeit, Verschwörungstheorien beiseitezulassen und für die Bahn die Signale auf Grün zu stellen.

Reinhard Hackl, Holzgerlingen, Sprecher der Bürgeraktion "Unsere Schwarzwaldbahn"