Ampeln behindern den Verkehrsfluss unnötig

Leserbrief vom 03. Januar 2019 - 16:18

Zur Ampelschaltung an der Herrenberger Straße in Böblingen

Ich bin die umgebaute Herrenberger Straße von Ehningen her kommend mit dem Auto gefahren und muss mich erneut wundern, mit welcher Kontinuität es die Böblinger Verkehrsplaner schaffen, den Verkehr möglichst oft anzuhalten.

Beginnend an der Tierheimkreuzung bis zur Kreuzung Friedrich-List-Straße / Sindelfinger Straße musste ich auf dieser etwa drei Kilometer langen Strecke an acht von zehn (!) Ampeln stoppen. Auffallend war, dass die neue Ampel an der Kreuzung Herrenberger Straße / Kremser Straße den stadtauswärts fahrenden Verkehr mit der roten Ampel dadurch stoppt, indem die Linksabbiegerspur zu "Metro Gastro" grundlos auf Grün geschaltet wird - obwohl da gar kein Auto zum Linksabbiegen steht. Man hat es doch tatsächlich wieder geschafft, Ampeln aufzustellen, die den Verkehrsfluss mehr behindern. Sofern dies die Vorgabe war - bravo, Ziel erreicht!

Aber es geht noch schlimmer: Startet man an der Ampel-Kreuzung Herrenberger Straße / Calwer Straße stadteinwärts, darf man etwa 100 Meter ungehindert fahren, um dann an der Kreuzung zur Berliner Straße erneut anhalten zu müssen. Ist der Verkehrsplaner-Stab eigentlich schon mal selbst durch die Stadt gefahren und hat seine eigene Planung samt der Umsetzung kontrolliert?

Meiner Meinung nach steckt in der Verkehrsplanung einiges an Verbesserungspotenzial - es wird aber unübersehbar nichts besser. Man sollte sich auf den Ämtern so langsam fragen, was da falsch läuft und ob eventuell Unvermögen dahintersteckt. Sollte dieser kontinuierliche Verschlechterungsprozess des Verkehrsflusses jedoch Bestandteil des Verkehrskonzepts sein, wäre es nun an der Zeit die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

Steffen Decker, Ehningen