Brückenabriss geht an Bürgerinteressen vorbei

Leserbrief vom 18. Dezember 2018 - 13:06

Zu Abbruch der Fußgängerbrücken in der Wolfgang-Brumme-Allee

Im Amtsblatt Nr. 44 wurde über den Abriss der Fußgängerbrücken berichtet. Ich schrieb an die Verwaltung, bekam aber nur eine "Weiterleitungsantwort", keine Erklärung oder Entschuldigung. Nun hat die Verwaltung einen weiteren Artikel verfasst, aber: Hat sie dabei auch alles durchdacht? Ich meine: Nein!

1.) Nach dem Abbruch muss die "Flaniermeile" mehrfach als Umleitungsstrecke zur Verfügung stehen.

2.) Eine Ampelregelung, die ohne Brücken zwingend nötig ist, weil die Fußgänger-Brückengänger zusätzlich auch noch die Allee queren, führt zu nicht abzusehenden Verkehrsstaus

3.) Die Böblinger Baugesellschaft wird eine Abriss- und Neubauplanung entwickeln und diese zur Baugenehmigung vorlegen. Erst danach kann mit Abbruch begonnen werden.

4.) Eine Neubebauung wird sicherlich frühestens in fünf bis sechs Jahren erfolgen.

5.) Sehr wahrscheinlich ist, dass diese Neubebauung Aufzüge und wiederum Brücken über unsere Flaniermeile vorsehen wird.

6.) Bis zum Abriss wird das Kaufzentrum von mutigen und fleißigen Unternehmern genutzt. Durch den vorschnellen Brückenabriss werden diesen wichtige Fußgängerkunden weggenommen.

Aus all dem folgt die logische Forderung: Abriss der Brücken erst nach konkreter Planung der BBG. Der jetzige Plan ist am Schreibtisch entstanden, geprägt von kurzfristigen Argumenten und nicht von bürgernahen Interessen! Setzen Sie eine Brille mit Weitsicht auf. Sie haben die Pflicht, die mittelfristige Zukunft zu planen!

Ortwin Hinz, Böblingen