Ohne Brücken werden weitere Ampeln benötigt

Leserbrief vom 17. Dezember 2018 - 16:00

Zum Abriss der beiden Fußgängerbrücken über der Wolfgang-Brumme-Allee

Nun werden also die Brücken in der Wolfgang-Brumme-Allee fallen. Da darf man gespannt sein, wie sich der Fußgängerverkehr dort über die Hauptverkehrsachse bewegen soll. Nachdem man beim ehemaligen Mömax und heutigen Poco den oberen Eingang geschlossen hat, argumentiert man, die Brücke dort würde ja sowieso so gut wie nicht mehr benutzt. Ja, wenn die Fußgänger nur noch die eine Option haben, den unteren Eingang zu nehmen, wie kann es denn dann anders sein?

Mal sehen, wie die Stadtplaner und der Gemeinderat die Fußgänger nun gefahrenfrei über die Straße bringen wollen. Meines Erachtens sind dazu mindestens zwei ampelgesteuerte Übergänge notwendig. Einer vom Mercaden/C&A zum Poco und der andere von der Kreissparkassentreppe zum Reformhaus Klett/Hotel Mönig. Da darf man heute schon gespannt sein, was mit dem Autoverkehr passieren wird, wenn diese Ampeln dann für die Autos Rot zeigen. Sowohl der Kreisverkehr an den Mercaden wird Richtung Innenstadt dann stehen (was er quasi jetzt schon tut) und keine Einfahrt mehr möglich sein und auch der Kreisverkehr bei der Volksbank wird bei Rot nicht mehr einfahrbar sein, und der Verkehr wird sich bis in Richtung Elbenplatz zurückstauen. Aber mal sehen, was uns die oben genannten Verantwortlichen dazu Intelligentes bescheren.

Und noch weitere Dinge sind zu hinterfragen: Vor Monaten hieß es schon, die wenigen, einmal als Test eingerichteten, provisorischen Kurzparkplätze an der Kreissparkasse vor dem Elbenplatz würden wieder aufgelöst und die Spur wieder für den Verkehr freigegeben. Hat sich da die Beschlusslage geändert? Bis heute ist jedenfalls nichts passiert. Man kann nur hoffen, dass sich bis zu dem bald anstehenden Autobahnausbau dort etwas tut, sonst ist zu befürchten, dass dieses selbstgemachte Nadelöhr den Verkehr noch mehr zum Stehen bringt.

Weiteres Thema ist die neue Ampelanlage an der Tübinger Straße/Steinbeisstraße. Jeder, den ich kenne und mit dem ich gesprochen habe, hält diese Anlage für so unnötig wie einen Kropf. Diese Kreuzung war zig Jahre völlig unproblematisch. Nachdem man nun aber, aus welchen Gründen auch immer, schon mal viel Geld dafür rausgeworfen hat, muss man nun auch noch bis spät in die Nacht hinein dort anhalten. Fast jede Woche stehe ich dort zwischen 22 und 24 Uhr an der Ampel vom Elbenplatz kommend und blase in der Nacht bei Rot Abgase in die Luft, obwohl kaum mehr ein Auto unterwegs ist. Schüler und Fußgänger verkehren da dann so gut wie gar nicht mehr. Wieso wird diese Ampel nicht wenigstens gegen 20 Uhr abgeschaltet und auf gelbes Blicklicht gestellt? Zudem scheint man beim Linksabbiegen von der Tübinger Straße kommend in die Steinbeisstraße nun zwei Ampelschaltungen abwarten zu müssen, um abbiegen zu können. War früher kein großes Problem den Gegenverkehr kurz abzuwarten. Lief problemlos. Aber vielleicht ist das ja auch gewollt, um die Leute endlich vom verteufelten Auto wegzubringen?

Manfred Michalik, Böblingen