Fonds für Erhalt von Zweigstellen einrichten

Leserbrief vom 30. November 2018 - 18:12

Zum Artikel "Volksbank dünnt ihr Filialnetz aus" vom 31. Oktober

Die Kreiszeitung berichtete über den beabsichtigten Kahlschlag der Volksbank unter Ihren Filialen. Nach der Berliner Straße folgt nun als nächstes der Herdweg. Kundenfreundlich ist das nicht, vor allem nicht gegenüber einer älter werdenden Bevölkerung. Der Herdweg beispielsweise bedient ein riesiges Gebiet im Böblinger Osten. Und, was die Jüngeren angeht, wenn die Volksbank nur noch auf Online-Banking setzt, dann wird es letztlich egal, für welche Bank man sich entscheidet.

Den Wettbewerb mit den Großbanken um die günstigsten Konditionen wird die Volksbank kaum gewinnen können. Schon jetzt kursieren "Umzugs"-Angebote der Konkurrenz. Die Stärke der Volksbank ist - jedenfalls bisher! - ihre Nähe zur Kundschaft. Allein schon, wenn ich mir in meiner Zweigstelle während der Weltsparwoche das Gewusel von Kindern ansehe.

Zweigstellen kosten einiges an Geld, das ist unbestritten. Wenn Nebenflüsse austrocknen, ist es jedoch bald auch um den Hauptfluss geschehen. Als Mitglied der Genossenschaft schlage ich deshalb vor, mit einem Teil der Erträge einen Fonds zum Erhalt von Zweigstellen einzurichten. Solidarität ist schließlich Bestandteil der Genossenschaftsphilosophie.

Peter Schild, Böblingen