Äpfel-Aktionen auch an anderen Schulen

Leserbrief vom 22. Oktober 2018 - 15:30

Zum Bericht "Sieben Liter Apfelsaft für jeden" vom 11. Oktober

In dem Bericht über das Sammeln des diesjährigen Überangebotes an Obst auf den Streuobstwiesen wird die pädagogisch wertvolle Seite der Aktion durch die Schulkinder und die Initiative des BUND zu Recht hervorgehoben. Der Kommentar von Dirk Hamann stellt daneben die Frage, ob dies nicht beispielhaft für andere Schulen im Landkreis sein sollte. Zumindest in einem Fall in Böblingen wird dies schon viele Jahre beispielhaft praktiziert.

Seit Jahren gibt es in der Freien Evangelischen Schule in Böblingen eine Streuobstwiesen-AG, bei der die Kinder pädagogisch auf die Erntezeit und das Sammeln von Streuobst vorbereitet werden und in dieser Zeit auch fortwährend aktiv auf solidarisch zur Verfügung gestellten Grundstücken Sammelaktionen mit Lehrern und Eltern durchführen. Teilweise werden die Grundstücke dazu von freiwilligen Helfern der Schule sogar vorher gemäht, um das Sammeln für die Kinder zu erleichtern.

Dieses Obst wird dann ebenfalls nach Mönchberg zur dortigen Presse gefahren und zu vielfältigen Säften wie Apfel-, Apfel-Johannisbeer, Apfel-Kirsch oder gar Apfel-Kirsch-Bananen-Saft aufbereitet. Daraus entstehen dann schon allein an dieser Schule in guten Jahren auch mal mehr als 10 000Liter dieser naturnahen Getränke, bei denen die Kinder vom Wachstum bis zur Produktion und zum Konsum die gesamte Nahrungskette nachvollziehen können.

Die Verkäufe in der Schule und der damit erzielte Ertrag kommt den Verbesserungen oder Reparaturen der schulischen Infrastruktur zu Gute. Also Beispiele gibt es somit durchaus, auch wenn diese nicht immer so vordergründig in der Zeitung erscheinen. Das sollte andere Schulen aber durchaus ermuntern, dem nachzueifern.

Hoffen wir mal, dass dann der Landkreis mit seinem Naturapfelsaft nicht ins Hintertreffen kommt.

Manfred Michalik, Böblingen