Strotmanns Theater wäre ein Juwel für Böblingen

Leserbrief vom 19. Oktober 2018 - 15:00

Zum Artikel: "Strotmann: Zaubertheater auf dem Flugfeld hätte Chefsache sein müssen" vom 13. Oktober

Seit über 30 Jahren engagiere ich mich für die Kultur in der Stadt Böblingen, seit nunmehr 28 Jahren betreibe ich mit meinen Freunden von den Kultourmachern das Theater Altes Amtsgericht. Thorsten Strotmann hatte einen seiner ersten Auftritte in diesem Theater, seither sind wir Freunde. Seine Idee, ein eigenes Theater zu realisieren hat mich fasziniert und ich habe ihm als Standort das Flugfeld empfohlen.

Mit großem Engagement haben wir daran gearbeitet, diesen Standort in Böblingen zu realisieren. Ich bin nach der Entscheidung von Thorsten Strotmann, sich zurückzuziehen, persönlich sehr enttäuscht, entsetzt, geradezu wütend auf die Verantwortlichen in Böblingen, die es nicht verstanden haben, diesen Juwel der Kultur nach Böblingen zu holen.

Die Stadt und die Region verzichtet auf einen brillanten Theater-Komplex mit all seinen schon in anderen Kommentaren genannten Vorzügen. Nur nebenbei verzichtet die Stadt auf sehr, sehr viel Geld, das durch die nächsten Jahre über die Gewerbesteuer nach Böblingen geflossen wäre. Ich wünsche mir, dass die Verantwortlichen sich darüber Gedanken machen und sich jetzt so schnell wie möglich an einen "Runden Tisch" setzen, um diesen Kulturtempel nach Böblingen holen. Ich bin überzeugt, dass wenn man etwas unbedingt haben will, es auch bekommen kann.

Wenn die Stadtverwaltung in Böblingen "Raum für Taten und Talente" schaffen will und diesen "Leuchtturm", von dem in Böblingen immer wieder gesprochen wird, nach Böblingen holen will, dann sollten den Lippenbekenntnissen endlich "Taten" folgen. Kommunikationstrainingsmöglichkeiten gibt es bei den zur Zeit stattfindenden Businesswochen in Böblingen gerade genug.

Gerhard Gamp, Böblingen