Nächste Volkshaftungin Bankenplanung

Leserbrief vom 19. September 2018 - 16:36

Zur unerledigten Bankenkrise ab 2008

Die inländische wie ausländische Presse war sich einig: Die Steuerzahler und Arbeitnehmer werden auch zukünftig für die Bankenzockerei haften. Die Banken wussten lange vor 2008, von dem kommenden Crash und dass die Steuerzahler werden haften müssen. Die jetzt auferlegten Regulierungen reichen bei weitem nicht aus. Die Zockerei geht in den Schattenbanken mit Regierungs-"erlaubnis" ungehindert weiter.

US-Präsident Donald Trump hat begonnen die US-Regulierungen rückgängig zu machen. Kein einziger Zockerbanker in der BRD wurde für seine Untaten in Verantwortung genommen. Wie praktisch, dass alle Regierungen ab 2008 die wahren Ausmaße zum Staatsgeheimnis erklärten. Es wurde kein Schadenersatz von den Zockerbanken, dem Rechte gehorchend, eingefordert. Die wenigsten Bürger haben die Arbeitsplatzverluste und die Beschränkungen an Staatsleistungen mit der Bankerzockerei in Zusammenhang gebracht. Von den anfänglich benannten 500 Milliarden Euro Miesen hat die Deutsche Bundesbank noch 336 Milliarden in ihrer Bilanz, von den privaten anderen Bad Banks weiß man es nicht. EZB-Präsident Mario Draghi kauft immer noch riesige Staatsschulden, die durch die Zockerkrise entstanden sind, von den schwächsten EU-Staaten auf. Die BRD- und EU-Bürger stehen völlig wehrlos dem Gemisch aus Bankenlobby-Macht und politischer Machtlosigkeit gegenüber. Man wisse, dass nach Aufbrauch der Krisenrücklagen der Banken wiederum die Bürger haften. Die Zockerei geht in den Schattenbanken mit Regierungs-"erlaubnis" ungehindert weiter. Damit sind alle zukünftigen Staatshaushalte und privaten Finanzplanungen unsicher und nochmals unsicher. Die Politik versichert uns heutzutage wiederholt pauschal, dass wir in einem Rechtsstaat leben. Da bleibt mir nur die Erinnerung an das schweizer Modell der echten Volksherrschaft.

Matthias Reinke, Böblingen