Schon jetzt zuFehlern bekennen

Leserbrief vom 19. September 2018 - 16:36

Zum Interview "Immer der Reihe nach" mit dem Beiratsvorsitzenden der IG-Erdhebungen vom 11. September

Zu dem, was Herr Hommel in dem Interview mit dem Chefredakteur der Böblinger Kreiszeitung, Herrn Jan-Philipp Schlecht, in der Sache gesagt hatte, könnte man einige Bemerkungen machen. Doch will ich mich beschränken.

Der Interviewpartner Bernd Hommel wurde zutreffend als IGE-Beiratsvorsitzender bezeichnet. Der IGE-Beirat ist das Kontrollorgan der IGE-Geschäftsführung, nicht deren Sprachrohr! Die IGE hat für diese Aufgabe doch immerhin drei alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer. Warum wurde nicht einer dieser drei auch nach außen alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer interviewt? Ist das, was Herr Hommel gesagt hatte, seine Privatmeinung? Festzustellen ist jedenfalls, dass von vielen Geschädigten und den "Abweichlern", in erster Linie schon jetzt die Zusicherung des Landes als politisches Bekenntnis zu seinen Fehlern in der Vergangenheit gefordert wird, notfalls einen Hilfsfonds des Landes einzurichten. Und dies jetzt schon, weil jetzt schon abzusehen ist, dass die Gelder der Allianz nicht ausreichen werden.

Eine jetzige verpflichtende Zusage des Landes Baden-Württemberg für einen Hilfsfonds würde die Gemüter besänftigen, würde Frieden stiften. Ohne eine solche Zusage des Landes ist allerdings mit weiteren Klagen gegen die acht Nachbarn und Grundstückseigentümer zu rechnen, die im Vertrauen auf die Empfehlungen des Landes "grüne Energie" mittels EWS-Bohrungen gewinnen wollten. Denn Schadensersatzansprüche können verjähren.

Fritz Ott, Böblingen