Diesel durch Elektroauto ersetzen

Leserbrief vom 18. September 2018 - 15:42

Zum Artikel: "Bringt das E-Auto den Befreiungsschlag?" vom 5. September

Nein, das E-Auto bringt sicher nicht den Befreiungsschlag bei den Herstellern, höchstens in Bezug auf den Diesel. Auch das E-Auto ist nicht emissionsfrei - höchstens auf der Straße. Dort, wo der Strom dafür erzeugt wird, wird entweder Gas, Öl oder Kohle verbrannt. Und beim E-Auto kommt viel weniger Energie an, als im E-Werk eingesetzt wird. Also schon mal viel Leitungsverlust! Außerdem werden die Batterien nicht gerade umweltfreundlich hergestellt. Und deren Entsorgung ist noch weniger umweltfreundlich.

Wenn Strom mit fossilen Energieträgern und Atomenergie erzeugt wird, haben wir bei der Erzeugung Verluste und bei der Übertragung zur Steckdose auch. Und im Fahrzeug werden weit weniger als 100 Prozent der getankten Energie umgesetzt in Bewegungsenergie. Da kann ich gleich bei meinen Benzinern bleiben, die ich schon seit 53 Jahren fahre. Sie sind im Ganzen auch nicht umweltschädlicher als Elektrofahrzeuge.

Vor 53 Jahren gab es nur einen einzigen Diesel: Den 180 D von Daimler. Den habe ich mit meinem 34 PS-VW-Käfer in Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit glatt stehen lassen. Bis heute wurde der Diesel nur mit viel Aufwand und Leistung getrimmt - aber ein Stinker und Umweltfrevler ist er geblieben. Deshalb an die Hersteller: Ersetzt den Diesel durch das E-Auto, dann haben wir eine Win-Win-Situation! Der Diesel ist etwas für Lastwagen, für Land- und Baumaschinen. Für Pkw lobe ich mir den Benzin- oder den E-Antrieb!

Friedrich Mundle, Grafenau