Die Versicherung erkennt den Schaden nicht an

Leserbrief vom 16. August 2018 - 15:24

Zu: Erdhebungen bringen die CDU-Fraktion ins Wanken vom 7. August

In seinem Artikel zitiert Michael Stürm - quasi als Kontrapunkt zu den Ausführungen des CDU-Stadtrats Willi-Reinhard Braumann in dessen allseits bekannten Amtsblattartikel den (Mit-)Geschäftsführer der IGE BB, Thomas Treutler.

Laut Herrn Treutler schade die Kampagne der CDU-Dreiergruppe (nämlich die CDU-Stadträte Willi-R. Braumann, Daniela Braun und Jürgen Kienle mit ihrem Ruf nach einem staatlichen Hilfsfonds für die Geschädigten) dem Bestreben der IGE. Den Inhalt des Bestrebens der IGE wird leider nicht dargestellt.

Herr Treutler bestreitet auch die von diesen Stadträten behauptete Erfolglosigkeit der IGE, wobei er erklärt, die Allianz-Versicherung erkenne den Schaden an, den das Bohrunternehmen Gungl verursacht hat. Dem ist leider nicht so. Wie vor einiger Zeit in der Presse zu lesen war, hat die Allianz im nördlichen Hebungsgebiet nur 40 Prozent der gemeldeten Schäden anerkannt. Im südlichen Hebungsgebiet mit ebenfalls rund 100 beschädigten Häusern, wurde von der Allianz bisher noch gar nichts anerkannt. Die Allianz hat also von rund 200 gemeldeten Schadensfällen bisher nur 20 Prozent anerkannt!

Herr Treutler soll weiter gesagt haben, die IGE habe auch erreicht, dass die Allianz den IGE-Anwalt bezahle. Auch das stimmt so nicht. Anwalt Haaf war schon seit der Gründung der IGE im Jahre 2014 für die IGE tätig und wurde im Wesentlichen aus den Jahresbeiträgen der Mitglieder und deren Einlagen bezahlt.

Bei der von Herrn Treutler behaupteten Organisation von unbürokratischer Hilfe für in existentielle Not geratene ältere Geschädigte, handelt es sich um Einzelfälle. Herr Braumann und die mit ihm angegriffenen Stadträte Kienle und Braun fordern einen staatlichen Hilfsfonds statt langwieriger juristischer Auseinandersetzungen. Auch, damit die überwiegend älteren Geschädigten noch zu ihren Lebzeiten einen Schadenersatz erhalten. Herr Treutler scheint auch vergessen zu haben, dass nicht nur Stadträte und einfache Bürger einen Hilfsfonds beantragt haben. Sogar Herr Landrat Bernhard hatte schon im März 2015 in seinem Schreiben an den Herrn Umweltminister einen solchen Hilfsfonds beantragt. Aber auch der Landrat war bei diesem abgeblitzt.

Fritz Ott, Böblingen