Elektro-Mobilität gibt es nicht umsonst

Leserbrief vom 14. August 2018 - 17:21

Zu: "Wann überholen die E-Autos?" vom 11. August.

Naive Politiker! Es ist schon toll, was Politiker so von sich geben, wenn die perfekte Lösung von Herrn Nemeth lautet: "Mit über die PV- Anlage auf dem Hausdach gewonnenen Strom sein E-Auto betanken und damit umsonst zu fahren. Das wäre ideal."

So eine Äußerung ist nur naiv. Sollen E- Autos an Akzeptanz gewinnen, dann müssen die Kosten ehrlich und seriös dargestellt werden. Ich fahre seit sieben Monaten ein E- Auto, weil ich eine PV- Anlage auf meinem Dach habe und Erfahrungen mit E-Mobilität machen möchte. Klar ist das Tanken angenehm, wenn man einfach lädt, wenn man sowieso zu Hause ist, am besten unter tags direkt bei optimaler Leistung der Anlage. Aber umsonst ist das nicht. Das ist Augenwischerei! Die Investition in die PV- Anlage ist das Eine, die Kosten für den Akku im Auto (einmalig oder als monatliches Leasing) sind das Andere. Außerdem fallen auch die Beträge für die Kilowattstunden, die dann nicht ins Netz eingespeist und nicht vergütet werden, an.

Natürlich schickt uns die Sonne keine Rechnung, aber die Sonne scheint nicht immer! Schon daraus ist ersichtlich, dass für den Einsatz solarer Energie eben ein intensiver Technologieeinsatz nötig ist und der ist heute und auch in Zukunft sicher nicht umsonst zu haben.

Christine Himmelein, Weil im Schönbuch