Chance für Städtefusion ist in weite Ferne gerückt

Leserbrief vom 28. Mai 2018 - 13:30

Zum Thema "Städtefusion Böblingen/Sindelfingen".

Immer wieder tauchen Vorschläge und Anregungen für eine gemeinsame Stadt von Böblingen und Sindelfingen auf. Sieht man vom gemeinsamen Bauhof und der Kläranlage ab, sind die Gemeinsamkeiten sehr selten geworden. Klar gibt es sehr viel, was bei einer gemeinsamen Stadt von Vorteil wäre. Sicher auch viel kostengünstiger. Nur der Weg da hin wird sicher immer schwieriger.

Es war 1960/61, als die Jusos Böblingens sich mit den Jusos Sindelfingens zu einem gemeinsamen Ortsverband zusammenschlossen, um gemeinsame Werbung für eine gemeinsame Stadt zu machen. Auch ein Namensvorschlag wurde gemacht: "Böblfingen". Mit tausenden von Handzetteln wurde dafür geworben. Mit ein Problem, dass es beim Wunsch der Jusos blieb, war die auch in Sindelfingen zu spürende Beliebtheit des Oberbürgermeisters Brumme. Ein Böblinger als Bürgermeister nun auch in Sindelfingen, das konnten sich dann doch sehr viele nicht vorstellen. Eine Bürgerbefragung wurde mit allen Mitteln verhindert.

Leider wurde damals diese Chance nicht genutzt, aber auch verhindert und die gemeinsame Stadt ist mehr denn je in weite Ferne gerückt.

Hans-Adolf Bode, Böblingen, damals zusammen mit Kurt Pscheidt, Vorsitzender der gemeinsamen Juso-Gruppe Böblingen/ Sindelfingen