Aus Zuckerberg wird "Sackerbörg"

Leserbrief vom 28. Mai 2018 - 13:30

Zum Thema "Umgang mit der Artikulierung fremdsprachlicher Wörter".

Es sind wohl nur wir Deutschen, die mit anderen Sprachen so wenig Selbstbewusstsein an den Tag legen. Haben Sie schon einmal bewusst wahrgenommen, wie zum Beispiel Amerikaner, Engländer, Franzosen oder Italiener unsere Sprache artikulieren? Es ist eine Freude, wie sie selbstverständlich und gelassen mit anderen Sprachen umgehen: selbstbewusst, heimatverbunden und trotzdem verständlich! Nur wir Kotau-Meister glauben, wenn wir noch präziser sein wollen als die Fremdsprachler selbst, dass wir dann mehr respektiert oder gar mehr geliebt werden. Nein, wir werden insgeheim nur milde belächelt. (Man will doch nur unser Geld!) Haben wir Dichter und Denker es nötig, urdeutsche Namen oder Begriffe falsch auszusprechen, nur, weil sie aus dem Ausland zurückkommen?

Herbert Wuschack, Schönaich