Platzierung der Messstellen fragwürdig

Leserbrief vom 22. Mai 2018 - 16:36

Zum Artikel "Dicke Luft in der Böblinger Innenstadt" vom 17. Mai.

Es ist immer wieder erstaunlich, an welchen Stellen Städte die Schadstoffbelastung messen. Dabei wird die Verordnung "25 Meter Abstand von der Straße und 360 Grad Freistehend, nicht unter Brücken, Häuserschluchten und weiteren Stellen schlichtweg ignoriert. Dass dabei völlig falsche und nicht vergleichbare Messergebnisse entstehen, scheint niemanden zu interessieren. Es ist ja schon fast ein Wettbewerb darüber entstanden, wer die schlechtesten Werte in den Ring wirft.

Auch die Messstelle am Stuttgarter Neckartor zählt dazu: direkt an der Straße, mit Mauer im Rücken. Aber der Verkehrsminister beziehungsweise der Stuttgarter OB sehen keinerlei Anlass, diese Messstelle zu verlegen. Nun möchte die EU ja eine Klage gegen Deutschland wegen der schlechten Luft anstreben, vielleicht bewegt sich ja dann etwas bei der richtigen Plazierung der Messstellen. Vielleicht haben wir ja dann gar keine Probleme mehr.

Udo Frormann, Schönaich