Berichte über Umwelthilfe sorgen für Transparenz

Leserbrief vom 04. Mai 2018 - 15:24

Zum Leserbrief "Hetzkampagne gegen die Umwelthilfe" von Klement Giesel vom 18. April

Herr Klement Giesel kritisiert in seinem Leserbrief die angebliche Hetzkampagne gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH), ausgelöst durch verschiedene Berichte der Kreiszeitung, welche unter anderem die staatliche Finanzierung dieser Organisation offenlegen. Ich sehe hier keinerlei Kampagne der Kreiszeitung in der Berichterstattung zur DUH. Die Berichte machen die Finanzierung dieser Organisation transparent(er). Der Bürger denkt, er hätte es hier mit einer unabhängigen zivilen, bürgernahen Organisation zu tun, welche für die Umwelt kämpft. Wenn die DUH aber von staatlicher Seite aus finanziert wird, stecken "grüne" Politikerinteressen dahinter. Ähnlich der Aktivitäten von "Demokratie leben" handelt es sich um einen ideologischen Kampf, von Steuergeldern finanziert, um Kritik an gesellschaftlichen Vorgängen in eine spezifische Ecke zu stellen.

Die DUH finanziert sich des Weiteren durch Abmahnungen, ähnlich der Unternehmen, welche sich beispielsweise durch Abschleppdienste auf Einkaufsmärkten finanzieren. Das kann man alles machen, und ist rechtens. Der Bürger hat aber ein Recht auf Transparenz, die Bewertung solcher Vorgänge obliegt jedem selbst.

Die DUH hat Kontakte in Brüssel und in deutschen Regierungskreisen, macht von diesem Gebrauch, und prägt das Bild von "bösen" Konzernen, welche den Bürger hintergehen und betrügen. Es ist richtig, dass VW betrogen hat und in den USA milliardenschwere Entschädigungen zahlen muss. Im Vergleich dazu: fehlerhafte Zündschlösser bei General Motors kosteten wohl mehr als 120 Menschen das Leben. Am Ende zahlte GM insgesamt 1,5 Milliarden Dollar und damit etwa ein Zehntel dessen, was nun der VW Konzern als erste Rate für die Betrügereien bei Dieselabgasen zahlen muss.

Und Ford, Opel, Renault, Peugeot usw.? Bisher keinerlei Verurteilung, und diese Firmen denken auch gar nicht daran, sich irgendwie zu beteiligen. Solcherlei generelle Anklagen an die Deutsche Industrie, das gibt es eben nur in Deutschland.

Die EU setzt die die Grenzwerte schneller herab, als Industrie und Bürger dies je begreifen und umsetzen können. Und die EU-Industriekommissarin Bienkowska ist davon überzeugt, dass "es keinen Sinn mehr macht zu versuchen, den Verbrennungsmotor zu verbessern, dies führe in die Sackgasse". Wer hat dieses Programm oder diese Kommissarin gewählt? Wer gibt die Richtung vor?

Uwe Werner, Renningen