Bei vielen Radwegen besteht Handlungsbedarf

Leserbrief vom 16. April 2018 - 13:30

Leserbrief zum Artikel "Gefahrensituation für Radler bleibt" vom 29. März

Es ist gut und richtig, dass in der Kreiszeitung jetzt eine Debatte über die Sicherheit der Radler im Ländle entsteht. Denn entgegen der Aussage von manchen Behördenvertretern besteht sehr wohl Handlungsbedarf. Zum Beispiel der Radweg von Holzgerlingen nach Böblingen. Täglich nutzen diesen Radweg weit über 400 Radler. Aber er produziert auch jedes Jahr zahlreiche (Fahrrad-)Stürze. Die bauliche Ausgestaltung im Bereich des Holzgerlinger First entspricht schon lange nicht mehr den heutigen Anforderungen an Radwege.

Man kann hierzu sicherlich viele weitere Beispiele nennen. Der ADFC hat eine Mängelliste über die Radwegeinfrastruktur im Landkreis ausgearbeitet. Die Fachleute in den zuständigen Dienststellen sind informiert. Jetzt sind die politischen Entscheidungsgremien gefordert. Allen voran unser stets öffentlichkeitswirksam radelnder Verkehrsminister. Statt viel Geld in ökonomisch wie ökologisch fragwürdige Radschnellwege zu investieren, sollte ihm mehr die Sicherheit der radfahrenden Schüler und Bürger am Herzen liegen und er sollte den Ausbau der Radwege in Kommunen und Landkreisen vorantreiben. Ich würde mir wünschen, dass sich viele an der Debatte beteiligen und über die unzureichende Radweginfrastruktur vor ihrer Haustüre berichten. In der Hoffnung auf eine Verbesserung.

Reinhard Schopf, Altdorf