OB Lützner müsste als Vorbild voranradeln

Leserbrief vom 10. Mai 2017 - 19:00

Zum Thema "Radfahren in Böblingen".

Vielen wird es schon aufgefallen sein: Das Thema Mobilität wird immer brisanter. Mehr und mehr Autos verstopfen die Straßen und die Fahrt von beziehungsweise zur Arbeit wird immer nervenaufreibender. Viele Kollegen und Freunde in meinem privaten Umfeld, bis dato eher Autofreunde, machen sich Gedanken und wagen den Umstieg auf das Fahrrad. Sie werden neben der körperlichen Fitness mit planbaren Fahrzeiten belohnt. Ein weiterer Ausbau der Straßen würde den Verkehrskollaps nicht verhindern, sondern eher befeuern. Deswegen ist das Ausweichen auf Alternativen wie Fahrrad, Bus oder Bahn genau das richtige Mittel. Eine moderne Stadt braucht eine moderne Verkehrsplanung, so auch Böblingen. Baubürgermeisterin Christine Kraayvanger und Klimaschutzmanagerin Kruppa machen sich für das Radfahren stark, unter anderem als Teilnehmerinnen beim Stadtradeln oder beim Arbeitskreis nachhaltige Mobilität.

Das Tüpfelchen auf dem "I" wäre ein klares Bekenntnis von OB Lützner. Dann wäre er ein Vorbild und - da bin ich mir sicher - er würde als Radfahrer eine sportliche Figur abgeben. Diesen Impuls braucht Böblingen dringend, um aus seinen Radfahrambitionen eine runde Sache zu machen.

Jens Sundermann, Böblingen