Inspiration aus früheren Zeiten

Kommentar

Artikel vom 15. April 2019 - 19:18

Von Melissa Schaich

Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie? Die eigene Tasche mitbringen, statt die Plastiktüte aus dem Laden verwenden? Das sind kleine Veränderungen, die große Effekte haben können. Doch sind diese Ideen neu? Zumeist müssen wir uns eingestehen, dass Omas Erzählungen heute wieder an Aktualität gewinnen: Damals, als die Leute noch mit der Papiertüte zum Tante-Emma-Laden gegangen sind und sich dort ihre Portion Zucker oder Mehl abgeholt haben, entstand weniger Müll. Viele Dinge wurden mehrmals verwendet. Die Milch wurde in der Milchkanne noch direkt vom Bauer geholt. Während der Verpackungswahn in den letzten Jahren Modernisierung und Wohlstand bedeutete, gehen die Uhren mancherorts bereits wieder rückwärts. Denn Plastikpartikel in unseren Lebensmitteln und Meeren sind die Quittung eines vermeintlichen Fortschritts, dem die Welt nicht gewachsen ist. Plastik durchzieht mittlerweile so gut wie alle Bereiche unseres Lebens. Die Reduzierung des Materials im Alltag scheint heutzutage beinahe unmöglich, doch ist es das? Omas Erzählungen lassen anderes vermuten.