ALB-Monitoring auf der Schönbuchlichtung geht in die nächste Runde

Vierjähriger Überwachungszeitraum bis Ende 2020

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    Die Suche nach dem ALB in Hildrizhausen und Altdorf läuft weiter - wird keine weitere Spur des Schädlings gefunden, wird die Quarantäne am 31. Dezember 2020 aufgehoben Foto: Archiv

Die Untersuchungen auf Vorkommen des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) in der Quarantänezone in Hildrizhausen und der Monitoringzone in Altdorf dauern an. Von Montag bis Mittwoch haben Mitarbeiter der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg (FVA) im Hildrizhauser Wald nach Spuren des Schädlings gesucht.

Artikel vom 27. März 2019 - 17:12

ALTDORF/HILDRIZHAUSEN (red). Im Zuge eines Bodenmonitorings wurden laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes stichprobenartig sogenannte Fokusbaumarten wie Ahorn, Pappel, Weide, Birke, Rosskastanie, Hainbuche und Ulme mithilfe eines Fernglases vom Stammfuß bis zur Krone kontrolliert. Besonders geachtet wird dabei auf mögliche Ein- und Ausbohrlöcher.

Bei ALB-Verdachtsfällen nimmt die FVA Holzproben, sägt zum Teil Äste ab oder fällt unter Umständen auch ganze Bäume. Kann ein Befall vor Ort nicht ausgeschlossen werden, gehen die Proben nach Freiburg. Anhand der Fraßgänge, möglicher Larven und Puppen sowie genetischer Untersuchungen kann ein ALB-Befall von der FVA bestimmt oder ausgeschlossen werden.

An den Waldrändern um Hildrizhausen wurden diese Untersuchungen bereits Anfang des Jahres durchgeführt. Für den Wald um Hildrizhausen führt die FVA in der zwei Kilometer großen Quarantänezone das Monitoring einmal im Winter- und einmal im Sommerhalbjahr durch. Dabei wird der komplette äußere Waldrand mit einer Flächenbreite von 30 Metern kontrolliert.

Dienstspürhund Aska ist wieder im Einsatz

Im Offenlandbereich der Quarantänezone Hildrizhausen und der Monitoringzone Altdorf ist das Amt für Landwirtschaft und Naturschutz des Landratsamts Böblingen für die Überwachung des Käfers zuständig. Seit November 2018 ist dabei nach erfolgreicher Ausbildung der Dienstspürhund Aska im Einsatz. Die Mitarbeiter des Landratsamts sind aktuell ebenfalls unterwegs und suchen noch den ganzen Monat März nach Spuren des Käfers in Altdorf. Außerdem werden alle Holzstapel auf Schädlingsbefall untersucht. Die Unterscheidung in Quarantänezone und Monitoringzone erklärt sich wie folgt: Letztere in Altdorf wurde eingerichtet, weil hier nur ein einzelner Käfer gefunden wurde, (in der Quarantänezone waren befallene Bäume gefunden worden). Trotz intensiver Suche wurden in den Jahren 2016, 2017 und 2018 keine befallenen Gehölze und keine Stadien des ALB in Altdorf entdeckt. Deshalb wurde für die Jahre 2019 und 2020 das Monitoringkonzept angepasst. So werden im 200-Meter-Bereich spezifische Pflanzen zwei Mal jährlich und außerhalb des Bereichs Fokusarten durch Mitarbeiter des Landratsamtes und Aska intensiv untersucht. Sowohl in der Quarantäne- als auch in der Monitoringzone darf Brennholz nicht nach außen transportiert werden und der Gehölzschnitt muss auf den Häckselplatz nach Hildrizhausen gebracht werden. Dort wird das Material gehäckselt, bevor es aus der Zone verbracht werden darf.

Seit 2016 läuft ein vierjähriger Überwachungszeitraum in den genannten Bereichen, um einen erneuten Befall mit Sicherheit auszuschließen. Ein Käfer benötigt zwei Jahre zur Entwicklung und verbringt dabei den Großteil seines Lebens als Larve im Holz. Die Überwachung ist dadurch erschwert. Deshalb werden neben der regelmäßigen Überprüfung der Gehölze auch weitere Maßnahmen wie Fallen, Häckseln des Grünschnitts innerhalb der Zonen und Fangbäume eingesetzt.

Wenn auch die kommenden Untersuchungen keine Spuren des ALB aufweisen, kann die Quarantänezone am 31. Dezember 2020 aufgehoben werden.

Weitere Infos und eine Karte der Zonen gibt es online unter http://www.lrabb.de/ALB. Bei Fragen stehen die Mitarbeiter des Amts für Landwirtschaft und Naturschutz am "Käfertelefon", (0 70 31) 663-2330, oder per Mail an landwirtschaft-naturschutz@lrabb.de zur Verfügung.
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