Entwarnung

Kommentar

Artikel vom 08. März 2019 - 16:00

Von Sandra Schumacher

Ist der Leistungsdruck an den Schulen zu hoch? Brechen die Schüler unter den Anforderungen zusammen? Ist ihr Zeitplan so knapp bemessen, dass die persönliche Entfaltung auf der Strecke bleibt? Und ist die Konkurrenz unter den Jugendlichen so groß, dass sie vor Neid grün anlaufen und ihre Mitschüler am liebsten zerfleischen würden? Die Schülersprecher des Holzgerlinger Schönbuchgymnasiums Benno Kösters, Alfred Nguyen und Jakob Mohrlok geben Entwarnung.

Natürlich kann die Antwort der drei Jugendlichen nicht repräsentativ für eine ganze Generation stehen. Dass die moderne Leistungsgesellschaft auch von ihren Jüngsten immer mehr verlangt, ist kaum zu bestreiten. Ebenso wenig, dass der gestiegene Druck einigen jungen Menschen zu viel wird, sie manchmal sogar krank macht.

Dennoch scheint der Großteil von ihnen mit den Anforderungen klar zu kommen. Der knappe Zeitplan zwingt viele von ihnen dazu, sich auf sich selbst zu fokussieren, danach zu fragen, was sie selbst weiterbringt und Entscheidungen für die eigene Zukunft zu treffen, damit der Stresslevel durch zu viele Freizeitaktivitäten nicht zu hoch wird. Dabei müssen sie genau abwägen, was ihnen gut tut und was nicht. Sich ihrer selbst also bewusst werden. Selbstbewusstsein entwickeln.

Gleichwohl sollte man im Auge behalten, dass auch das Sich-Selbst-Ausprobieren zum Jungsein dazugehört. Um den Jugendlichen genau das zu ermöglichen, ist es sinnvoll, beispielsweise Sport- oder Musikvereine in die Unterrichtsgestaltung, die Nachmittagsbetreuung oder die Projektplanung miteinzubeziehen. Dann können die Schüler ihren persönlichen Interessensbereich ausloten - und sich in ihrer Freizeit für genau das entscheiden, was ihnen Spaß macht. Das kommt dann wiederum auch den Vereinen zugute.

An vielen Stellen in Holzgerlingen wird diese Idee bereits umgesetzt, und die Stadt will sie beispielsweise bei der Neugestaltung der Nachmittagsbetreuung an der Berkenschule noch weiter vorantreiben. Weiter so! Dann bleibt auch künftig alles im Lot in der Holzgerlinger Schullandschaft.

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