Vertragen sich Demokratie und Religionen?

Zwei Veranstaltungen von Partnerschaft für Demokratie in Nufringen und Herrenberg

Artikel vom 05. Dezember 2018 - 14:36

HERRENBERG/NUFRINGEN (red). Wie vertragen sich Demokratie und Religionen? Dieser Frage gehen zwei Veranstaltungen der Partnerschaft für Demokratie am 8. Dezember in Nufringen und am 13. Dezember in Herrenberg nach.

Darf der Staat Fördergelder an religiöse Gruppen verteilen? Darf die Homepage der Kommune religiöse Symbole wie das Kreuz enthalten? Dürfen Frauen und Mädchen Kopftuch tragen? Unterhöhlen Religionen Errungenschaften der Emanzipation der Frau? Sollen Kruzifixe auf- oder abgehängt werden? Wer schützt Atheisten vor Religion? Sind Rituale wie Taufe oder Beschneidung von Kindern Elternrecht? Oder sollen Kinder selbst entscheiden dürfen?

Viele Fragen für eine spannende Debatte und Stoff für Konflikte: Auch in Herrenberg brodelt es da hin und wieder an verschiedenen Ecken. Wenn es brodelt, wird es aber auch immer spannend. Und diese Spannung soll genutzt werden, um Wissen zu erweitern, Meinungen und Einstellungen auszutauschen und gemeinsam zu lernen für die Zukunft in Herrenberg und anderswo.

Deshalb lädt die Partnerschaft für Demokratie Herrenberg zu zwei Aktionen ein, die vom Team "Lampedusa Calling" und dem Jugendhaus Herrenberg veranstaltet werden: erstens zur Kunstaktion "Frauen und Religionen" am Samstag, 8. Dezember, bei der "Ladies Night" in der Wiesengrundhalle Nufringen, Beginn 18 Uhr, Eintritt 6 Euro, veranstaltet von den Frauen des Türkischen Kulturvereins Herrenberg. Alle Frauen sind eingeladen, sich bei einer "Fotobox-Aktion" zum Thema Religion und Frauen zu positionieren und ihre Meinung zu zeigen.

Eine "Denkwerkstatt" findet statt am Donnerstag, 13. Dezember, um 19 Uhr in der Galerie der VHS Herrenberg zum Thema "Demokratie und Religionen - vertragen die sich?!" Die "Denkwerkstatt" ist ein Format der politischen Bildung. Ziel ist es, ganz verschiedene Menschen und Gruppen der Gesellschaft miteinander in Kontakt zu bringen und soziales Engagement anzuregen. Gemeinsame Bildung soll durch angeleitete Dialoge, Kunst- und Wissensinputs in heterogenen Gruppen gelingen.

Gefördert werden die Aktionen durch Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie Leben" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Infos: Barbara Lohner, Lampedusa Calling, Marienstraße 21, Herrenberg, E-Mail barbara.lohner@lampedusa-calling.de, Telefon (01 77) 2 72 68 83.
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