Hände weg vom Plastik

Kommentar

  • img
    Der Kampf gegen den Plastikmüll muss sich ausdehnen Foto: dpa

Artikel vom 08. Oktober 2018 - 16:30

Von Martin Müller

Selbstverständlich ist es ein lobenswertes Projekt, das Jugendreferent Harry Sommer in Hildrizhausen und Altdorf in Angriff nimmt. Und selbstverständlich tut es gut, schon von Kindesbeinen an das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass etwas getan werden kann und muss gegen die Vermüllung unserer Landschaft. Hingucken statt wegschauen, lautet das Motto auch hier.

Richtig Tiefgang erhält das Projekt, sobald - beispielsweise im Unterrichtsfach Sachkunde - auch das Thema der Müllvermeidung aufgegriffen wird. Weniger Müll zu produzieren, muss die Parole lauten, Hände weg von den unsäglichen Plastikverpackungen, die sich zu gewaltigen Müllstrudeln in unseren Ozeanen auswachsen. Und jeder von uns kann als Konsument versuchen, einen Beitrag dazu beizusteuern.

Wenn das Projekt von klein auf auch in diesem Sinne weite Kreise zieht - umso besser. In Holzgerlingen hat sich die Initiative "Mehrweg ohne Plastik" mit Erfolg dafür eingesetzt, dass Plastiktüten von den Ladentischen verschwinden. Und erst jetzt beim verkaufsoffenen Sonntag in Holzgerlingen haben Imker gezeigt, dass statt Frischhaltefolien auch Tücher aus Bienenwachs funktionieren können. Und in Waldenbuch kann jetzt auf dem Marktplatz drei Wochen lang Schmierseife in mitgebrachte Behältnisse abgezapft werden.

Das sind schöne Ansätze - in diese Richtung muss es weitergehen. Und wer weiß: Vielleicht gipfelt das Projekt der Grundschüler in Altdorf und Hildrizhausen ja noch in einem offenen Brief an die Industrie- und Handelskammer beispielsweise, doch endlich etwas zu unternehmen auf der Suche nach alternativen, biologisch abbaubaren Verpackungsmaterialien. Einen solchen Brief würden wir mit Sicherheit hier wieder abdrucken - gar keine Frage!

 

► Hier geht es zum kompletten Artikel

 

Verwandte Artikel