Freie Fahrt durch Oberjesingen ab 9. Mai

Ab Samstag ist die Ortsdurchfahrt von Oberjesingen wieder offen - Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger in dem Herrenberger Teilort

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    Die Ortsdurchfahrt ist wieder frei: Symbolisch eröffnet haben Oberbürgermeister Thomas Sprißler (links) und Ortsvorsteher Tobias Pfander die neu gestaltete Ortsdurchfahrt im Herrenberger Stadtteil Oberjesingen Foto: red

Die Bauarbeiten an der Oberjesinger Ortsdurchfahrt sind nach einem Jahr Bauzeit abgeschlossen. Ab Samstag, 9. Mai, heißt es freie Fahrt. Vor allem Fußgänger und Fahrradfahrer profitieren von der Umgestaltung des Bereiches.

Artikel vom 08. Mai 2020 - 14:00

OBERJESINGEN (red). Nach fast auf den Tag genau einem Jahr Bauzeit ist die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Oberjesingen abgeschlossen. Ab Samstag, 9. Mai, können alle Verkehrsteilnehmer die neue Bundesstraße (B 296) nutzen und die Ortsdurchfahrt wieder ohne Einschränkungen befahren. Da bis dahin auch die Baumaßnahme in Deckenpfronn abgeschlossen ist, kann der überörtliche Verkehr wieder durch den Ort fahren.

Die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt betrifft hauptsächlich einen Bereich in der Ortsmitte zwischen Jagststraße und Enzstraße. Sie bringt einige Verbesserungen, insbesondere für den Fuß- und Radverkehr. "Es ist gelungen, den Straßenraum neu aufzuteilen und dadurch die nachhaltige Mobilität zu fördern", erläutern Oberbürgermeister Thomas Sprißler und Ortsvorsteher Tobias Pfander die Vorzüge. "Die neue Ortsdurchfahrt wird Oberjesingen guttun", sind die beiden deshalb überzeugt. Sie sei letztlich auch das Ergebnis des guten Zusammenspiels verschiedener Akteure: "Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung haben hier gemeinsam an einem Strang gezogen."

Rund 2,5 Millionen Euro hat die Neugestaltung gekostet

So gibt es jetzt innerhalb und außerhalb des Orts in beiden Richtungen durchgehende Radschutzstreifen. An beiden Ortseingängen wurde jeweils eine neue Mittelinsel gebaut, damit Fußgänger und Radfahrer die Fahrbahn sicher queren können. Busse halten ab sofort auf der Straße an; der Bereich der Bushaltestellen wurde deshalb als Betonfahrbahn gebaut. Auf der gesamten Länge der Ortsdurchfahrt wird jetzt Tag und Nacht Tempo 40 gelten. Im innerörtlichen Bereich von der Einmündung Donaustraße bis auf Höhe der Kreissparkasse wurde der Gehweg neu gepflastert. Außerdem wurde hier eine besondere Stelenbeleuchtung installiert.

In der Calwer Straße gibt es jetzt - anstelle eines steilen Treppenaufgangs - eine barrierefreie und damit rollstuhlgerechte Rampe. Sie verbindet trotz trennender Bundesstraße die beiden Ortsseiten. "Jetzt können Fußgänger, Personen mit Kinderwagen oder Rollator und Rollstuhlfahrer die B 296 an dieser Stelle viel einfacher und sicherer queren", beschreibt Ortsvorsteher Pfander den Vorteil.

Ebenfalls neu gestaltet wurde der Dorfbrunnenplatz an der Kocherstraße. Zwei alte Bäume auf dem Platz wurden durch zwei neue ersetzt. Ein neuer Brunnen mit Sitzgelegenheiten und großem Pflanzbeet lädt nun zum Verweilen ein. Und auch bei der Gestaltung des Platzes wurde an die Radfahrerinnen und Radfahrer gedacht: Neben Fahrradbügeln gibt es hier jetzt die Möglichkeit, E-Bikes aufzuladen. Hierfür wurden in den Beleuchtungsstelen zwei Steckdosen integriert. Auch wenn die ursprünglich geplante Bauzeit bis Ende 2019 nicht eingehalten werden konnte, zieht Daniel Graf vom Amt für Tiefbau und Entwässerung, der für das Projekt verantwortlich ist, ein positives Fazit: "Wir hatten einen straffen Zeitplan, doch die Arbeiten auf der Baustelle liefen gut - bis zum Schluss."

Die Kosten für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Oberjesingen betragen insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro. Die Stadt Herrenberg investiert rund 1,54 Millionen Euro; der Bund übernimmt die Kosten für die Straßensanierung in Höhe von rund 940 000 Euro.