Herrenberger Oberbürgermeister Sprißler ruft dazu auf, die neuen Regeln weiterhin einzuhalten

"Alle müssen dazu beitragen, dass die Epidemie abflacht"

Artikel vom 25. März 2020 - 16:12

HERRENBERG (red). Seit Montag gelten nach einer Absprache der Bundesregierung mit den Bundesländern nochmals strengere Regeln in Baden-Württemberg, mit dem Ziel, die Zahl der persönlichen Kontakte zu reduzieren und so die Ausbreitung der Corona-Epidemie zu verlangsamen.

Verschärft wurden die beiden folgenden Punkte: Erstens muss in der Öffentlichkeit nun ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden. Zweitens darf man nur noch zu zweit draußen unterwegs sein, nicht mehr zu dritt. Treffen mit mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum sind also nicht mehr erlaubt, außer für Familien.

Oberbürgermeister Thomas Sprißler unterstützt die Verschärfung der Maßnahmen: "Auch wenn das Robert-Koch-Institut vermeldet hat, dass sich der Anstieg der Coronavirus-Fälle in Deutschland leicht abschwächt, ist die aktuelle Lage nach wie vor sehr ernst. Die Fallzahlen der Neuinfektionen steigen weiter an. Deshalb ist es richtig, das öffentliche Leben weitgehend herunterzufahren", so der OB. "Die allermeisten Menschen halten sich inzwischen an die strengen Vorgaben - hierfür möchte ich allen Bürgerinnen und Bürgern herzlich danken."

Disziplin ist weiter angesagt

Er appelliert jedoch erneut an die Menschen, sich weiterhin diszipliniert und vernünftig zu verhalten: "Bitte vermeiden Sie auch weiterhin soziale Kontakte, bleiben Sie möglichst zuhause und halten Sie sich an die Abstandsregel, etwa beim Einkaufen im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder beim Spazierengehen." Letztlich komme es auf jede und jeden an: "Wir alle können und müssen dazu beitragen, dass sich die Epidemie abflacht."

Kontrolle der Einhaltung von Regeln

Der Corona-Stab hat sich bezüglich der Einhaltung der Maßnahmen in einer Telefonkonferenz mit dem Polizeirevier Herrenberg ausgetauscht. Die Herrenberger Bevölkerung hat sich demnach am vergangenen Wochenende weitestgehend an die Vorgaben gehalten. Die Einhaltung wird von der Polizei und dem städtischen Vollzugsdienst kontrolliert. Bei Verstößen droht ein strafrechtliches Verfahren und eine hohe Geldstrafe.

Falls Bürgerinnen und Bürger Verstöße gegen die Vorgaben wahrnehmen, können diese beim Polizeirevier Herrenberg unter der Telefonnummer (0 70 32) 27 08-0 gemeldet werden. Die Notrufnummer 110 sollte in diesem Fall nicht verwendet werden, um sie für tatsächliche Notfälle freizuhalten.
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