Herrenberg organisiert Nachbarschaftshilfe

Coronavirus: Team Beteiligung und Engagement sammelt Angebote und Aktionen zur Vernetzung

  • img
    Unter dem Motto "Herrenberg hilft" vernetzt die Stadt Helferinnen und Helfer Foto: red

Artikel vom 17. März 2020 - 17:30

HERRENBERG (red). Gerade jetzt sind viele Menschen auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen. Das Team Beteiligung und Engagement sammelt und veröffentlicht alle nachbarschaftlichen Unterstützungsangebote und Aktionen in allen Herrenberger Stadtteilen. Alle Herrenberger Organisationen, Religionsgemeinschaften und engagierte Gruppen sind aufgerufen, über ihre Angebote zu informieren, um eine gute Vernetzung zu gewährleisten.

Die Stadt Herrenberg bittet die Einwohnerinnen und Einwohner darum, den von Corona besonders gefährdeten Menschen zu helfen. "Besonders Seniorinnen und Senioren sollten zu Hause bleiben. Sie brauchen aber Unterstützung bei Besorgungen. Hier kann man bereits mit kleinen Aktionen viel Gutes bewirken", erklärt Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Er appeliert: "Schauen Sie nach Ihren Nachbarinnen und Nachbarn, bieten Sie Unterstützung an."

Die Stadt Herrenberg trägt alle Hilfs-Aktionen zusammen

Viele Engagierte sind in Herrenberg schon dabei, ihre Kreativität vor Ort für die Corona-Hilfe einzusetzen. Damit dieses Engagement möglichst viele Menschen erreicht und inspiriert, wird künftig auf der städtischen Website, im Amtsblatt, auf Facebook und Instagram regelmäßig über aktuelle Angebote und Aktionen berichtet. "Die Situation ist sehr dynamisch. Lassen Sie uns Hand in Hand arbeiten. Teilen Sie uns Ihre Hilfsangebote mit. Wir werden diese auf einer gemeinsamen Plattform zur Verfügung stellen", erklärt Vanessa Watkins, Leiterin des Teams Beteiligung und Engagement.

Erste Hilfsnetzwerke haben sich - dank der evangelischen Kirchengemeinden - bereits in Oberjesingen, Kuppingen und in Affstätt gebildet. Viele Herrenbergerinnen und Herrenberger helfen sich gegenseitig über http://www.nebenan.de. Diese Online-Plattform für nachbarschaftliche Hilfe ist ein kostenloses Netzwerk bei dem Namen und Adresse aller Teilnehmenden geprüft werden. Vernetzung in der ganz direkten Nachbarschaft ist so unter höchsten deutschen Datenschutzstandards möglich. Unter http://www.die-einkaufshelden.de sind junge Menschen aufgerufen, für ältere Menschen in ihrer Umgebung einkaufen zu gehen. Mit Aushängen oder Einwürfen im Wohnhaus oder in der Straße kann man Hilfe anbieten oder diese suchen. Soziale Medien helfen beim Vernetzen. Auch mutmachende Taten, um in Kontakt zu bleiben, sind eine schöne Idee. Zum Beispiel über den Balkon miteinander sprechen, ein gemaltes Bild in den Briefkasten werfen oder telefonische Gesprächsangebote. Mehr Informationen unter: http://www.herrenberg.de/herrenberghilft, Hashtag #herrenberghilft, Facebookgruppe http://www.facebook.com/groups/herrenberghilft, Email: be@herrenberg.de.

Neben einer allgemeinen Info-Plattform, unterstützt das Team Beteiligung und Engagement auch gern Hilfs- und Mutmach-Projekte finanziell mit dem Förderprogramm "Herrenberger Projektepool" mit bis zu 500 Euro. Bewerben können sich alle engagierte Gruppen und Einzelperson unter http://www.herrenberg.de/projektepool im Netz.

Verwandte Artikel