Corona: Notbetreuung in Herrenberger Kindertageseinrichtungen

Vermutlich wird bereits morgen die Notfallbetreuung der Stadt Herrenberg angeboten

Artikel vom 16. März 2020 - 12:18

HERRENBERG (red). Die Stadt Herrenberg wird in den städtischen Kindertageseinrichtungen eine Notfallbetreuung einrichten, die sich vorerst auf den Zeitraum der bisherigen Betreuungszeit der Kinder erstreckt. Die Einteilung der Kinder obliegt der Stadt Herrenberg.

Voraussetzung für die Notfallbetreuung in den Kindertageseinrichtungen ist, dass beide Erziehungsberechtigte des Kindes, im Fall von Alleinerziehenden, der oder die Alleinerziehende, in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind.

Zur kritischen Infrastruktur zählen insbesondere: die Gesundheitsversorgung (medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten), die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (hauptamtliche Kräfte in Feuerwehr,Rettungsdienst und Katastrophenschutz), die Sicherstellung der öffentlichen lnfrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung) sowie die Lebensmittelbranche.

Wer eine Notfallbetreuung benötigt, findet das Online- Formular unter http://www.herrenberg.de/corona im Netz. Dieses sollte - wenn möglich - bis Montag, 16. März, um 14 Uhr ausgefüllt werden. Es wird dann geprüft und die betroffenen Eltern erhalten möglichst schnell Bescheid, voraussichtlich am späten Montagabend. Bitte beachten: Auf der Website gibt es ein Kontaktformular für Alleinerziehende und ein Kontaktformular für Ehepaare und Lebensgemeinschaften.

Bei der Notfallbetreuung sollen möglichst kleine Gruppen gebildet werden, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Kinder, die sich innerhalb der letzten 14 Tage innerhalb eines Risikogebiets entsprechend der aktuellen Festlegung durch das Robert Koch Institut aufgehalten haben (https://http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html), akut mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind oder Grippesymptome (Husten, Schnupfen oder Fieber) aufweisen, müssen zu Hause bleiben und dürfen nicht in die Notfallbetreuung kommen. Da Ende vergangener Woche neue Risikogebiete hinzugekommen sind, kann die Verwaltung erst am Montag absehen, wie viel Personal in den Kindertagesstätten einsetzbar ist. Ziel ist es, die Notfallbetreuung nahtlos, sprich im besten Fall ab voraussichtlich Dienstag, anzubieten.

Um der Ausbreitung des Coronavirus entgegen zu wirken, bittet die Stadtverwaltung um Verständnis, dass der Kreis der Berechtigten für eine Notbetreuung möglichst klein gehalten werden muss.

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