Herrenberg richtet einen Corona-Krisenstab ein

Keine Absagen für Veranstaltungen im Stadtgebiet - Aber Erfassungspflicht für alle teilnehmenden Personen

Artikel vom 05. März 2020 - 16:12

HERRENBERG (red). Die Stadt Herrenberg lässt in einer Pressemitteilung vom Donnerstag wissen, dass sie aktuell keinen Grund sieht, öffentliche Veranstaltungen wegen des Coronavirus abzusagen: "Wir haben die Lage sehr genau abgewägt", sagt OB Thomas Sprißler, "werden aber natürlich sofort reagieren, sollte sich die Situation verändern." Veranstaltungen in den städtischen Hallen sowie Veranstaltungen der Stadtverwaltung wie zum Internationalen Frauentag oder zum Tag des Archivs finden regulär statt. Veranstalter sind aber verpflichtet, alle Teilnehmer zu erfassen. Dem kommt auch die Firma Birkenbach für ihren Hallenflohmarkt am Samstag von 9 bis 14 Uhr in der Mehrzweckhalle nach. Die Erfassungsbögen mit Namen und Telefonnummern werden vier Wochen aufbewahrt. Bisher gibt es keinen nachgewiesenen Corona-Fall in Herrenberg. Im Kreis Böblingen ist zur Stunde nur der Steinenbronner Fall des CDU-Gemeinderats und Bewerbers um die Landtagskandidatur, Matthias Miller, bekannt.

Die Herrenberger Stadtverwaltung hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage beobachtet und in enger Abstimmung mit dem Landkreis und den zuständigen Landesbehörden steht. Am Eingang zu Gebäuden der Stadt wird darauf hingewiesen, dass sich Menschen, die zuletzt in Risikogebieten waren, mit Ämtern nur telefonieren sollten.

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