Brot- und Rosenzeit lockt mit buntem Programm

Druckfrisches Programmheft zur Veranstaltungsreihe rund um den internationalen Frauentag in Herrenberg liegt vor

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    Die Schweizer Clownin Gardi Hutter kommt auf ihren poetisch-skurrilen Reisen durch die Entwicklungsgeschichte der Menschheit ganz ohne Worte aus Foto: red

Artikel vom 21. Januar 2020 - 15:48

HERRENBERG (red). Zum 16. Mal in Folge legt das Herrenberger Gleichstellungsbüro ein leuchtend rotes Programm auf, das mit dem historischen Motto der Frauenbewegung "Brot und Rosen" an die streikenden Textilarbeiterinnen Anfang des 20. Jahrhunderts erinnert. Das Heft zu den Veranstaltungen im Monat März liegt jetzt druckfrisch vor.

Die langjährige Leiterin des Gleichstellungsbüros Birgit Kruckenberg-Link verabschiedet sich mit diesem Programm in die Altersteilzeit und beendet die fast 19-jährige Amtszeit mit einer umfangreichen Gesamtschau des Herrenberger Netzwerks. Zu 20 Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag laden Gleichstellungsbüro, weitere städtische Einrichtungen, politische und kirchliche Frauengruppen, Initiativen und engagierte Bürgerinnen ein.

Generationenwechsel im Gleichstellungsbüro

Für das gemeinsame Motto "Generationen" war der Generationenwechsel im Gleichstellungsbüro der Anlass. Die Frage, wie nächste Generationen das Gleichstellungsthema weiter bewegen werden, stellt sich auch beim Umwelt- und Klimaschutz. So finden sich im Programm Dialog-Veranstaltungen mit Aktivistinnen von Fridays for Future, mit hochaltrigen Menschen, mit Forscherinnen, Migrantinnen, Politikerinnen und Künstlerinnen.

Ungewöhnlich frühzeitig beginnt das Brot und Rosenprogramm am Donnerstag 6. Februar, mit einem Weltstar, der überaus charmanten Schweizer Clownin Gardi Hutter. Auf unnachahmliche Weise thematisiert sie den großen Strom von Generationen, die stetig das Leben weitergeben, ein Spiel um Beständigkeit und Erneuerung, Wurzeln und Flügel. Karten für die Abendveranstaltung gibt es bei der Herrenberger Volkshochschule. Ein weiterer Höhepunkt ist die Doppelveranstaltung am Sonntag, 8. März. Oberbürgermeister Thomas Sprißler, Gemeinderätinnen und das Gleichstellungsbüro laden zum politischen Café ins Rathaus ein. Junge Frauen sind angesprochen, mit der renommierten Professorin Uta Meier-Gräwe in den Dialog zu treten. Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Chancengleichheit, Lohnungleichheit stehen auf der Agenda. Die Feier zum Internationalen Frauentag setzt sich mit einem Frauentanzfest in der Alten Turnhalle fort, zu dem Frauen aller Generationen und Nationen um 17 Uhr zu osteuropäischer Musik mit der Gruppe Rozsak eingeladen sind.

Ein Publikumsmagnet wird wie in den vergangenen Jahren der Brot-und Rosenmarkt am Samstag, 21. März, sein. In Kooperation mit dem Unternehmerinnennetzwerk stellen über 60 Frauen ihre handgemachten, fairen Produkte aus. An die Leistungen früherer Generationen erinnert die Frauengeschichtswerkstatt mit der Recherche zu Herrenberger Geschäftsfrauen am 29. März oder die Stadtbibliothek mit der "Herrin der Lettern" am 25. März. Unbekannt sind bisher viele Komponistinnen, sie werden von der Pianistin Kyra Steckeweh mit einem Konzert und dem dazugehörigen Dokumentarfilm präsentiert.

 

  Alle weiteren Veranstaltungen, Vorträge, Ausstellung, Film, Improworkshop finden sich im Programmheft, das in Herrenberger Rathäusern und vielen Geschäften ausliegt. Weitere Auskünfte per Anfrage an gleichstellung@herrenberg.de, Telefon (0 70 32) 92 43 63.
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