Herrenberger Arbeitskreis Energie berät Privatleute rund um die Heizanlage

Arbeitskreis Energie informiert Privatleute regelmäßig im Herrenberger Klosterhof

Artikel vom 05. Dezember 2019 - 15:42

HERRENBERG (red). Ineffiziente Heizungssysteme verschleudern nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Energie. Der Klimawandel verlangt jedoch eine Reduktion des Energieverbrauchs. Wer sich zur Anlageeffizienz seines Heizsystems beraten lassen und beispielsweise wissen möchte, ob die errechnete Jahresarbeitszahl dem Optimum entspricht, kann sich in Herrenberg an den Arbeitskreis Energie wenden. Er bietet jeden zweiten Dienstag im Monat zwischen 18.30 und 20.45 Uhr eine kostenlose Beratung im Klosterhof an. Nächster Beratungstermin ist der 10. Dezember, eine Anmeldung per Mail an ak-energie.herrenberg@web.de erwünscht.

Da der Energieverbrauch zur Wohnraumtemperierung und Warmwasserbereitstellung nahezu ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland ausmacht, raten Energieberater Herman Kempter und Herrenbergs Klimaschutzmanagerin Anika Junge dazu, sowohl die Gebäudehülle mittels Dämmung zu verbessern als auch ineffiziente Anlagentechnik möglichst schnell auszutauschen. Attraktive Förderprogramme stellt dazu beispielsweise die KfW-Bank bereit, etwa für die energetische Sanierung von Wohngebäuden, die Wärmedämmung von Dach- oder Wandflächen oder die Erneuerung von Heizungsanlagen.

Jede Art von Anlagentechnik sollte regelmäßig überwacht werden. Denn: "Es ist nicht damit getan, eine moderne Anlagetechnik wie eine Solarthermie- oder Fotovoltaikanlage einbauen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass die prognostizierten Einsparungen auch eintreten", so Kempter. Bei Fotovoltaikanlagen, die einfach zu prüfen sind, sollten in regelmäßigen Abständen die Stromerträge abgelesen und mit den Vorjahreswerten verglichen werden.

Auch bei Wärmepumpen ist die Kontrolle wichtig. Überalterte Wärmepumpen sind wahre Energieschleudern. Und ist die Vorlauftemperatur um lediglich 1 Grad Celsius zu hoch eingestellt, kann das einen 2 bis 2,5 Prozent höheren Stromverbrauch verursachen. Teilt man die jährlich erzeugte Wärmemenge durch den Stromverbrauch, so erhält man die aktuelle Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie ist das wichtigste Beurteilungskriterium für die Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit der Pumpe.

Bei allen Wärmeerzeugern sollte der erste Blick auf die Abgastemperatur fallen. Auch ein Schornsteinfeger misst diese jährlich, um die Abgasverluste zu bestimmen; erhöhte Temperaturwerte weisen auf Fehleinstellungen oder Ablagerungen im Kessel hin und sollten bei einer Wartung korrigiert werden. "Die Behebung solcher Schwachstellen führt zu erheblichen Einspareffekten", sind sich Kempter und Junge einig.

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