Deutsch-italienische Freundschaft besteht seit 30 Jahren

Herrenberger Delegation reist zu Feierlichkeiten der Städtepartnerschaft nach Fidenza

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    Die Herrenberger Delegation zu Gast im Schloss Torrechiara - barocke und pompejanische Elemente verschmelzen F: red

Artikel vom 09. Oktober 2019 - 15:24

HERRENBERG (red). Am vergangenen Wochenende feierten Fidenza und Herrenberg in Italien ihre seit 30 Jahren bestehende Partnerschaft. Die Delegation der offiziellen Teilnehmer, angeführt von Oberbürgermeister Thomas Sprißler, wurde dabei von Mitgliedern des Gemeinderates und der Verwaltung, des Kayher Liederkranzes, des Umweltzentrums, der Polizei, der Katholischen Kirchengemeinde, einer Gruppe von Erzieherinnen und dem Runden Tisch der Nationen begleitet.

Los ging es am Freitagmorgen in aller Frühe, rund 600 Kilometer in Richtung Süden lagen vor der Delegation: Die italienische Gemeinde Fidenza liegt in der Region Emilia-Romagna und zählt knapp 27 000 Einwohner. Am Nachmittag wurden die Herrenberger von ihren italienischen Freunden herzlich in Empfang genommen. Wenig später ging es gleich ins Zentrum von Fidenza und die Herrenberger Gäste konnten gleich das Stadtfest genießen.

Am Freitagabend traten dann anlässlich des Jubiläums gleich drei Chöre im Magnani-Theater auf. Einer dieser Chöre war auch der Liederkranz aus Kayh. Einige Ehrengäste hatten die offizielle Einladung wahrgenommen: Aus Fidenza waren die ehemaligen Bürgermeister Mario Cantini, Massimo Tedeschi und Giuseppe Cerri dabei, ebenso Claudio Rossi, der damals vor 30 Jahren mit Volker Gantner die Partnerschaft zwischen Fidenza und Herrenberg besiegelte. Auch Herrenbergs ehemaliger Oberbürgermeister war nach Fidenza mitgereist.

Oberbürgermeister Thomas Sprißler wies in seiner Rede darauf hin, dass Städtepartnerschaften zu den Mosaiksteinchen gehören, die alle zusammen ein großes Bild ergeben, das wir europäische Einheit nennen. Freundschaft zwischen Städten sei nicht nur eine Sache der Unterzeichnung von Urkunden zwischen den Städten, sondern eine Sache, die die Bürgerinnen und Bürger der Städte direkt angehe und die diese selbst auch leben müssten, sagte Sprißler. Zwischen Fidenza und Herrenberg sei dies gut gelungen. Auch Fidenzas Bürgermeister Andrea Massari betonte die Bedeutung der Partnerschaft, die Fidenza mit Herrenberg nun seit 30 Jahren lebt. Danach übergab OB Sprißler ein Bild, das Herrenbergs Wahrzeichen, die Stiftskirche, mit den umliegenden Fachwerkhäusern zeigt.

Am Samstag stand ein Ausflug zum Schloss von Torrechiara und zu einem Wurstwarenbetrieb auf dem Programm. Die Delegation bekam eine Führung und lernte, wie Parmaschinken produziert wird. Am Spätnachmittag ging es dann zurück nach Fidenza. In der Stadt und auf der "Piazza Republica" herrschte inzwischen ein buntes Treiben. Alle warteten auf den Beginn des Festes "Borgofood", das Bürgermeister Andrea Massari und OB Sprißler gemeinsam eröffneten. Die Stadt war voll von Ständen mit Essen, Handwerkskunst und unterschiedlichen Musikgruppen.

Am Sonntagvormittag hatte die Delegation die Möglichkeit, mehr über die Entwicklung von Fidenza zu erfahren. Die Herrenberger Gruppe besichtigte eine landwirtschaftliche Schule sowie ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das derzeit umgebaut wird. Im Anschluss daran wurden die Abschlussreden in der Ratskammer der Stadt gehalten. OB Sprißler bedankte sich bei den Gastgebern für die erlebnisreichen Tage und das abwechslungsreiche Programm mit intensiven Gesprächen. Für das kommende Jahr sprach er eine Gegeneinladung aus.

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