Herrenberg: Wolfgang Wulz bekommt Heimatmedaille

Verdienste für die Kultur

Artikel vom 06. September 2019 - 16:48

HERRENBERG (red). Wissenschafts- und Kunstministerin Theresia Bauer hat am Freitag Wolfgang Wulz aus Herrenberg mit der Heimatmedaille des Landes ausgezeichnet.

Der 1950 geborene Wulz war nach dem Studium der Geschichte und Germanistik in Tübingen bis 2012 als Studiendirektor am Goldberg-Gymnasium Sindelfingen und als Fachberater beim Regierungspräsidium Stuttgart tätig. Er setzt sich seit vielen Jahren als Wissenschaftler, Buchautor und Vorsitzender des Vereins schwäbische mund.art e.V. für die Pflege der Mundart ein.

In den vergangenen 30 Jahren hat er acht Bände über schwäbische Ortsnecknamen und Lokalgeschichte veröffentlicht. 2003 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des "Horgener Kreises" und bringt sich seither im daraus hervorgegangenen Arbeitskreis Mundart in der Schule ein. Auch den alle zwei Jahre ausgeschriebenen Schulwettbewerb "naseweis und wunderfitzig" trägt und organisiert er maßgeblich mit.

Außerdem gehören die Regie des Sebastian-Blau-Preises sowie die Redaktion der Vereinsseite in der Zeitschrift "Schönes Schwaben" zu seinen Aufgaben. Die Mundartstammtische - eine Plattform für professionelle Künstler und kreative Laien - vermehrten sich unter seiner Ägide auf 20. "Die Träger der Heimatmedaille leisten einen wichtigen Beitrag für die kulturelle Identität und den Zusammenhalt in der Gesellschaft", sagte Theresia Bauer.

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch den Landesausschuss Heimatpflege Baden-Württemberg und basiert auf den Vorschlägen der Arbeitskreise für Heimatpflege in den Regierungsbezirken.

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