Herrenberg erhält 30 000 Euro Fördergelder für Quartiersarbeit

Mehr Zusammenhalt in der Altstadt

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Artikel vom 15. August 2019 - 16:06

HERRENBERG (red). Mit dem Projekt "Freiräume" möchte die Stadt Herrenberg die Lebensqualität in der Altstadt heben sowie eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Unterstützung der Bewohner fördern. Beispielsweise könnte es künftig von der Nachbarschaft gemeinsam organisierte Veranstaltungen geben, Geschäftsinhaber könnten in den Schaufenstern spannende Initiativen verkünden oder es könnten Orte der Begegnung entstehen, an denen die Stadtverwaltung verständlich über anstehende Projekte berichtet. Für das Projekt, das Teil der Altstadtentwicklung "Quartier2020 - Gemeinsam. Gestalten" ist, und noch in den Kinderschuhen steckt, gab es nun Unterstützung vom baden-württembergischen Ministerium für Soziales und Integration in Höhe von 30 000 Euro.

Aktuell leben ungefähr 1220 Menschen in der Herrenberger Altstadt

So vielfältig wie das Thema Quartiersmanagement sind auch die Herausforderungen in der Herrenberger Altstadt. Aktuell leben ungefähr 1220 Menschen in dem denkmalgeschützten Gebiet. Um die Menschen in ihrer direkten Nachbarschaft und in das aktive Geschehen der Stadt zu vernetzen, ist es wichtig, die aktuellen Herrenberger Themen zu vermitteln. Außerdem gilt es, mit den Nebenwirkungen der Umbauten im Seeländerareal wie Lärm oder zugeparkten Flächen umzugehen. Auch der Umstand, dass derzeit einige Geschäfte unbesetzt sind, dämpft das Altstadtflair. Das Team Beteiligung und Engagement möchte einen Ausgleich schaffen zwischen den verschiedenen Interessen von Senioren, Kindern, Menschen verschiedener Kulturen, Einwohnern mit Behinderung und der Tourismus- und Gewerbetreibenden.

Mit zentralen, barrierefreien Freiräumen, die von der Bürgerschaft mitgestaltet werden können, nutzt das Team neue Kanäle der Informationsvermittlung und verbindender Kommunikation. Die Räume sollen dabei nicht ausschließlich in Ladengeschäften zu finden sein, sondern auch in Form von Marktständen oder innovativen Ideen aus der Bewohnerschaft. "In einem ersten Schritt hoffen wir möglichst bald ein Ladenlokal anmieten zu können, um dort verständlich über Projekte der Stadtverwaltung, Engagement-Projekte und Unterstützungsangebote in Herrenberg zu informieren. Für die Bürger soll es darin eine Ausstellungs- und Gestaltungsfläche geben", erklärt Stadtteilkoordinatorin Ines Böttcher. Die Anwohner können Anregungen geben, Projekte an persönliche Wünsche anpassen und eigene Initiativen starten.

Am 13. September können Altstadt-Bewohner in der Spitalkirche brainstormen

In das Projekt "Quartier2020 - Gemeinsam. Gestalten." und auch in das Vorhaben "Freiräume" sind zahlreiche Akteure eingebunden, von den Fachämtern der Stadtverwaltung und dem Stadtseniorenrat über den Verein Herrenberg Stadtmarketing und den Arbeitskreis Gelebte Vielfalt bis hin zu ansässigen Vereinen und ehrenamtlichen Gruppen.

Für das Projekt ist die Expertise aller Altstadt-Bewohner gefragt. Am Freitag, 13. September, können sie bei einer "Ideenwerkstatt" in der Spitalkirche brainstormen und Vorschläge für eigene Projekte einbringen. In den nächsten Tagen erhalten sie dazu eine persönliche Einladung.

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