Notfallpläne für Herrenberger Kitas

Änderungen greifen ab Montag

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    Symbolbild: dpa/Archiv

Artikel vom 15. März 2019 - 17:00

HERRENBERG (red). Wie angekündigt hat die Herrenberger Stadtverwaltung Notfallpläne für ihre 28 Kindertageseinrichtungen ausgearbeitet. Diese sollen Eltern und Personal verlässliche Betreuungszeiten bis zum Ende des Kindergartenjahres im August ermöglichen. Demnach müssen in zwei Einrichtungen die Öffnungszeiten reduziert werden und in vier Einrichtungen ab kommenden Montag Notgruppen in den Randzeiten eingerichtet werden.

Der Fachkräftemangel im pädagogischen Bereich sowie Personalausfälle wegen Krankheit und Beschäftigungsverboten machten es notwendig, den Einsatz der Erzieherinnen in den städtischen Einrichtungen neu zu planen (die KRZ berichtete). Das Amt für Familie, Bildung und Soziales hat dafür in allen Kindertageseinrichtungen den Bedarf erhoben und die Einrichtungsleitungen haben Gespräche mit Elternvertretern und Fachkräften geführt. "Wir haben den Personalbedarf im Einzelfall berechnet", erklärt Uta Eberle, Leiterin der Kindertageseinrichtungen, "einige Fachkräfte haben ihren Beschäftigungsumfang erhöht, helfen in anderen Kitas aus und Eltern unterstützen uns tatkräftig in den Notgruppen." Dadurch sei es gelungen, dass in nur zwei Kindertageseinrichtungen die Öffnungszeiten reduziert und in vier weiteren Kitas Notgruppen eingerichtet werden konnten. "Alle 28 Kitas arbeiten jetzt mit dem Mindestpersonalschlüssel", so Uta Eberle. Sollten zusätzliche Personalausfälle die Situation verschärfen, seien wohl weitere Maßnahmen erforderlich. Gelingt es, Stellen nachzubesetzen, werden die Öffnungszeiten wieder angepasst.

Verkürzte Öffnungszeiten gelten weiterhin für die Kita Alzental und ab 18. März für die Kita Schickhardtstraße. Notgruppen gibt es in den Kitas Haslach, Markweg, Holdergraben und Keltenstraße. Eltern, die eine verkürzte Betreuungszeit nicht überbrücken können, steht eine Betreuung in der Notgruppe offen. In den übrigen 22 städtischen Kindertageseinrichtungen konnten die regulären Betreuungszeiten durch personelle Unterstützung aus anderen Kitas und den Kernzeit- und Ganztagsbetreuungen sowie temporären Aufstockungen von Beschäftigungsumfängen beibehalten werden.

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