Herrenberger Jugend begibt sich auf "Mission Zukunft"

Fünftes Jugendforum bringt eine Vielzahl an Ideen hervor - 160 Teilnehmer am Start - Umsetzungsphase wird vom Stadtjugendring begleitet

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    Viele junge Herrenberger bringen sich ein, wenn es um ihre Belange geht. Kein Wunder: Die vergangenen vier Jugendforen haben gezeigt, dass dadurch viel in der Stadt bewegt werden kann Foto: red

Artikel vom 04. März 2019 - 15:48

HERRENBERG (red). Dass die Jugendlichen in der Stadt Herrenberg einiges bewegen können, bewiesen sie beim letztjährigen Jugendforum. So wird zum Beispiel im Sommernachtskino die beim Jugendforum 2018 entwickelte Idee eines Herrenberger Filmpreises umgesetzt, den Filmschaffende gewinnen können. Auch die seit langem geplante Freizeitanlage mit Sport-, Grill- und Chillplätzen und einem Dirtpark hat in diesem Sommer Baubeginn.

Nach der Rückschau auf gelungene Beteiligungsprojekte starteten 160 Jugendliche nun bei der fünften Auflage des Forums in ihre "Mission Zukunft". Bei verschiedenen Themeninseln konnten sie sich zunächst über geplante Projekte der Stadt Herrenberg informieren und dazu Stellung snehmen. Diskutiert wurde unter anderem der Masterplan Schule, in dem Sanierungsbedarfe und Wünsche für technische und räumliche Ausstattungen gesammelt wurden. Ein weiteres Thema war die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes in Herrenberg. Auch der neu gegründete Verein Stadtmarketing suchte den Dialog mit den Jugendlichen: Wie muss eine für euch attraktive Stadt aussehen?

Ab 11.30 Uhr dann ging es um eigene Ideen für ein buntes, vielfältiges und jugendliches Herrenberg. In kleinen Gruppen arbeiteten die Jungs und Mädels dafür auf großen Plakaten ihre Projektideen aus, sammelten mögliche Maßnahmen und erste Schritte hin zur Verwirklichung. Ab 14.30 Uhr stellten sie ihre "Jugendträume" dann Vertretern aus Stadt, Gemeinderat, Schulen und der Jugendarbeit vor und versuchten, diese von einer raschen Umsetzung ihrer Ideen zu überzeugen.

Wie in den vergangenen Jahren auch waren besonders Orte und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche ein großes Anliegen. Sport- und Freizeitangebote wurden ebenso diskutiert wie die Erneuerung des Skateparks am Jugendhaus, die Umgestaltung des Eisweihers in ein naturnahes Parkgelände und ein Jugendtreff im Keller des Bürgerhauses Klosterhof.

Vom Klimaschutz über fairen Handel bis hin zur Herrenberg-App

Auch die Themen Klimaschutz - nicht zuletzt animiert durch Aktivistin Greta Thunberg - und fairer Handel wurden gleich von mehreren Gruppen diskutiert.

Oberbürgermeister Sprißler und die Gemeinderäte zeigten sich beeindruckt und hoben das Thema Kommunikation (Herrenberg-App) und den Wunsch nach Dialog mit der Polizei besonders hervor. Nach dem Forum können die Jugendlichen nun mit Hilfe des Stadtjugendrings an ihren Projekten weiterarbeiten.

  Das Jugendforum wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesfamilienministerium gefördert.
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