Delfintherapie soll helfen, das Leben zu erleichtern

"Hilfe für Eva": Der Herrenberger Alex Efstathiou hat eine neue Spendenaktion ins Leben gerufen

Artikel vom 01. März 2019 - 15:12

HERRENBERG (red/dih)). Der Herrenberger Spendensammler und Gastronom Alex Efstathiou hat eine neue Spendenaktion ins Leben gerufen: "Hilfe für Eva".

"Eva Bornemann ist fünf Jahre alt", berichtet Efstathiou. Das Mädchen kam mit einem unheilbaren Gendefekt zur Welt, dem Undine-Syndrom (Kongenitales zentrales Hypoventilationssyndrom, kurz: CCHS). "Sobald Eva einschläft, starken Schmerzen oder Belastungen ausgesetzt ist, setzt ihr natürlicher Atemreflex aus", so Efstathiou weiter. "Sie muss dann sofort beatmet werden, sonst stirbt sie."

Eva ist seit ihrer fünften Lebenswoche tracheotomiert. Dies bedeutet, dass über einen Luftröhrenschnitt eine künstliche Atemöffnung angelegt wurde. Dazu muss sie rund um die Uhr überwacht und nachts künstlich beatmet werden. Eine große Belastung nicht nur für die Fünfjährige, sondern für die gesamte Familie. "Das Schlimmste ist es, Eva am Abend ins Bett zu bringen und darauf zu warten, dass sie einschläft. Ich schließe die Geräte an und ich weiß, ohne dies wäre mein Kind tot", erzählt Evas Mutter, Andrea Bornemann-Göhre.

Auch alltägliche Situationen, wie ein Besuch auf dem Spielplatz oder ein Einkauf, müssen mit viel Vorlauf geplant werden und sind mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden. Behördliche Hürden rund um die Betreuung, medizinische Versorgung und Finanzierung erschweren den Alltag zusätzlich.

Eva darf niemals unbeobachtet bleiben und es muss immer möglich sein, sie innerhalb von Sekunden an die Beatmung anzuschließen. Alle medizinisch lebensnotwendigen Geräte müssen permanent griffbereit sein. Ruhephasen sind kaum möglich, in denen die Familie neue Kraft schöpfen kann. Es gibt keine Reha- oder Kurklinik in Deutschland, die Eva und ihre Familie aufnimmt, da die permanent an die CO-Werte anzupassende Beatmung des Kindes zu kompliziert ist. Ihren "Urlaub" verbringen die Bornemanns daher im Kinder-Hospiz.

Angeregt durch Evas Logopädin möchten die Bornemanns den Kindern - Eva hat noch eine ältere Schwester - eine jeweils individuell gestaltete Delfintherapie ermöglichen. Sie hoffen auf die vielfach beschriebene positive und stärkende Wirkung der Tiere und wünschen sich unbeschwerte Stunden für ihre Töchter.

Bisher gibt es keine medizinische Möglichkeit um Evas Erkrankung zu behandeln. Mit der Delfintherapie soll es aber gelingen, Evas Psyche zu stärken. In der ersten Therapie lernte Eva, ihre Stärken zu erkennen und sich selbst wertzuschätzen. Genau das lernte auch ihre große Schwester Esther. Über die Therapie sagte sie: "Ich habe gelernt, dass ich auch gute Seiten habe und nicht nur Schlechtes erlebe. Auch wenn ich auf Hilfe angewiesen bin, kann ich ganz viel erreichen."

Um eine zweite Therapie zu ermöglichen, bittet Alex Efstathiou um Spenden. "Diese finanzieren ausschließlich die Therapie, den Flug und die Unterkunft. Verpflegung und Unterhaltung trägt die Familie selbst. Die Therapie ist jedoch sehr teuer, da neben den vier Familienmitgliedern auch eine Krankenschwester mitkommen muss, um Evas intensiv-medizinische Versorgung zu gewährleisten", betont der Herrenberger Gastronom. Und fügt hinzu: "Spenden helfen Eva und ihrer Familie, ihrem großen Traum ein kleines Stückchen näher zu kommen."

Spendenkonto: Alex Eftstathiou

IBAN: DE48 6035 0130 1000 2990 78

BIC: BBTRDE6BXXX

KSK Böblingen

Kennwort: Hilfe für Eva und andere

Nähere Infos: http://www.kinderherzaktionen.de

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