Herrenberg fest in Narrenhand

Von Rathaussturm bis zur Gnomverbrennung: Die tollen Tage beginnen - Kostenlose Busfahrten

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    Rathausstürme wie hier in Herrenberg gibt es am heutigen Schmotzige Dorschdich vielerorts im Landkreis Böblingen Foto: red

Artikel vom 28. Februar 2019

HERRENBERG (red). Am Donnerstag, 28. Februar, um 17 Uhr stürmen die Narren das Herrenberger Rathaus. Doch besonders der Fasnetsdienstag, 5. März, hat es in Herrenberg in sich.

Dann findet wieder der traditionelle Fasnetsumzug statt. Er erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Dieses Jahr erwartet die 1. Narrenzunft Herrenberg rund 3000 Hästräger aus mehr als 80 Gruppen. Der 320. Pferdemarkt sowie der Krämermarkt locken dann ebenfalls in die Innenstadt. Von 12 bis 20 Uhr verkehren kostenlose Busse zwischen der Kernstadt und den Stadtteilen.

Viele Fasnetsgruppen kommen jedes Jahr und sind aus der näheren Umgebung, wie der Ehninger Karnevalsverein oder die Renninger Narrenzunft, aber auch von weiter weg gibt es närrischen Besuch: So nehmen etwa die Gurra Hexen aus Kempten zum ersten Mal teil. Ab 14 Uhr werden die unterschiedlichen Narrenrufe durch die mittelalterlichen Gassen ertönen.

Um 14 Uhr startet der Umzug in der Wilhelmstraße. Vom Hasenplatz aus über die Tübinger Straße ziehen die Narrenzünfte zum Marktplatz und weiter über die Stuttgarter Straße bis zur Benzstraße (Kronenbuckel). Dort löst sich der Umzug auf, es wird auf der Straße weitergefeiert.

Aber auch Pferdenarren kommen am Dienstag voll auf ihre Kosten: Zum 320. Mal findet der Pferdemarkt statt um die prächtigsten Tiere zu prämieren. Um 8 Uhr beginnt der Markt mit dem Auftrieb der Tiere, zwischen 8.30 und 11 Uhr findet die Prämierung der Zucht-Tiere statt. Daran anschließend lädt der Reit- und Fahrverein zu Vorführungen ein, für Kinder wird Ponyreiten angeboten. Ab 11.30 Uhr wird es spannend: Mit der Wahl zur "Miss Herrenberg" und "Miss Gäu" erhalten die besten Stuten einen Preis.

Derweil lockt in der unteren Bronngasse, Auf dem Graben und in der Schulstraße der Krämermarkt zwischen 8 und 18 Uhr. Rund 75 Stände laden zum Bummeln ein. Am Abend gegen zirka 18.30 Uhr verbrennt die Herrenberger Narrenzunft auf dem Marktplatz symbolisch den Gnom, das Sinnbild der Herrenberger Fasnet. Die Feierlustigen verlegen ihre Aktivität dann in diverse Altstadt-Kneipen.

Zahlreiche Sperrungen und Parkverbote in der Innenstadt

Für die Aufstellung der zahlreichen Narrengruppen werden die Wilhelmstraße bis zur Einmündung Burgsteige und zusätzlich auch der Wengertweg benötigt. Zusätzlich wird im Kreuzungsbereich Stuttgarter Straße / Benzstraße ein Verkaufsstand aufgestellt, sodass die Benzstraße im Teilstück ab Einmündung Stuttgarter Straße bis Seestraße (B 14) aus Sicherheitsgründen für den Verkehr komplett gesperrt werden muss. Zur Deckung der Kosten - vor allem für den hohen Reinigungsaufwand - wird von der 1. Narrenzunft ein Eintrittsgeld von 2,50 Euro von den Zuschauern erhoben. Zuschauer werden aus Rücksicht gegenüber den Anwohnern gebeten, möglichst kein Konfetti zu streuen.

Aufgrund der geänderten Umzugsstrecke muss der Verkehr in und aus Richtung Nufringen in diesem Jahr nicht umgeleitet werden. Ebenso bleibt die Benzstraße ab Einmündung Seestraße (B 14) bis zur Einmündung K 1047 (Zeppelinstraße / Daimlerstraße) für den Verkehr komplett frei. Lediglich für die Wohngebiete Lämmleshalde und Am Joachimsberg muss der Verkehr umgeleitet werden. Die Umleitung erfolgt über die Seestraße (B 14) - Stuttgarter Straße - Lämmleshalde und in Gegenrichtung. Die Umleitung gilt ab 11 und bis maximal 19 Uhr.

Die Parkplätze entlang der Stadt- und Mehrzweckhalle in der Stadthallenstraße werden während des Pferdemarkts gesperrt, damit die Feuerwehr ein- und ausfahren kann. Stattdessen werden, wie bereits im letzten Jahr, zusätzliche Parkplätze an der früheren Kreisstraße Richtung Affstätt ausgewiesen, sofern es die Witterung zulässt. Die Parkplätze auf dem Stadthallengelände stehen ebenfalls zur Verfügung. Außerdem müssen auch die Parkplätze vor der Viehversteigerungshalle während des Pferdemarkts für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Kurzzeitparkregelung für die Parkplätze an der Aischbachstraße sowie in der Schießmauer wird aufgehoben. Zusätzlich können die Parkplätze bei den Schulgeländen "Markweg" sowie "Längenholz" und die Parkplätze beim Kreiskrankenhaus mitgenutzt werden.

Die Stadtverwaltung bittet, Sperr- und Parkverbotsbeschilderung zu beachten; es wird konsequent abgeschleppt.

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